zum Gedenken
Widerstand auf Helgoland

1945 Weiße Fahne statt Bombenhölle

Geschundene Insel: Dreimal hatten die Briten Helgoland im Vorfeld der Bombardements 1945 zur Übergabe aufgefordert - dreimal lehnte der Kommandant der Insel, Alfred Roegglen, ab. Nach verheerenden Luftangriffen am 18. und 19. April '45 mussten die Bewohner ihre Insel verlassen und wurden auf rund 150 norddeutsche Ortschaften verteilt. "Nichts war wiederzuerkennen", erinnerte sich ein Zeitzeuge später. "Eine absolut andere, erschreckende Welt." AP

Fünf Männer meuterten 1945, um Helgoland vor der Zerstörung zu bewahren - kurz vor Kriegsende wurden sie als Verräter erschossen. Die Todesurteile bestätigte ein Admiral, den die Marine bis heute in Ehren hält.

Von Katja Iken

04.05.2020, 08.00 Uhr


Der Mann hat ein markantes Kinn, einen entschiedenen Blick und eine hohe Stirn - im Januar 2017 wurde eine Büste von Rolf Johannesson in der Aula der Marineschule Mürwik in Flensburg aufgestellt. Der Berliner war am 30. Januar 1945 zum Konteradmiral der Kriegsmarine befördert worden. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte er zu den Gründervätern der Bundesmarine und setzte sich für maximale Offenheit bei der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit ein.

Auch über die eigene Verstrickung ins Hitler-Regime schrieb Johannesson in seiner Autobiografie "Offizier in kritischer Zeit", die 1989 kurz vor seinem Tod erschien und 2016 neu aufgelegt wurde. Als Lebensmotto stellte der hochdekorierte Offizier dem Buch ein Perikles-Zitat voran: "Das Geheimnis des Glückes ist die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut."

In der schonungslosen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, die er so vehement forderte, schonte er indes sich selbst. Denn über ein Detail verlor der Namensgeber des "Admiral-Johannesson-Preises", zweimal jährlich verliehen an die besten Nachwuchsoffiziere der Marineschule Mürwik, lebenslang kein Wort: Als Kommandant der Seeverteidigung Elbe-Weser und oberster Gerichtsherr bestätigte Konteradmiral Rolf Johannesson am 21. April 1945 die Todesurteile gegen fünf Widerständler, die Helgoland kampflos den Engländern übergeben wollten. Erschossen wurden daraufhin Dachdeckermeister Georg Eduard Braun, Fähnrich Karl Fnouka, Obersignalmaat Erich Paul Jansen Friedrichs, Obergefreiter Kurt Arthur Pester und Fähnrich Martin Otto Wachtel.

Fünf sinnlose Tote, wenige Tage vor Ende eines sinnlosen Kriegs. Fünf Männer, wild entschlossen, Helgoland im Angesicht der unmittelbar bevorstehenden Niederlage vor der Zerstörung durch die Alliierten zu retten. Den Widerständlern schwebte nichts Geringeres vor, als einen mit rund 4000 Soldaten bemannten, hochgerüsteten Flottenstützpunkt in ihre Gewalt zu bringen.

Zur "Umerziehung" ins KZ

Die Nationalsozialisten hatten Helgoland, einzige deutsche Hochseeinsel, gut 60 Kilometer von Cuxhaven in der Nordsee gelegen, zur gigantomanischen Kriegsfestung ausgebaut, strotzend vor Waffen, Militäranlagen, Munition. Das Nordostland wurde neu angelegt, die Insel wie ein Schweizer Käse von Tunneln durchbohrt, im Süden entstand ein gigantischer U-Boot-Bunker mit drei Meter dicken Decken. Zudem stationierte man vor Kriegsende sogenannte K-Verbände mit besonders hitlertreuen Soldaten.

Der Rote Felsen hatte sich tiefbraun verfärbt, nach der "Machtergreifung" 1933 hatte die Gestapo ohne Gnade alle Inselbewohner verfolgt, die gegen den Aufstieg der Nazis opponiert hatten. Zu den Männern, die verhaftet, aufs Festland gebracht und zur politischen "Umerziehung" in Konzentrationslager verschleppt wurden, gehörte auch Erich Friedrichs - neben Georg Braun Kopf der Helgoländer Widerstandsgruppe.

Den Nationalsozialisten galt Restaurantbesitzer Friedrichs als Staatsfeind, weil er sich 1919 zusammen mit Gleichgesinnten für eine Rückkehr der Insel zu England stark gemacht hatte; Helgoland war erst 1890 ans Deutsche Reich gegangen. Mitte September 1933 kam Friedrichs mit seinem Freund August Kuchlenz ins KZ Kuhlen in Schleswig-Holstein. Die Gestapo ließ die beiden Männer erst frei, nachdem sie eine Erklärung unterschrieben hatten, sich künftig politisch nicht mehr zu betätigen. Woran sich Friedrichs - wegen seiner Unlust auf alkoholische Getränke als "nüchternster Wirt der Insel" gerühmt - jedoch nicht hielt.

Geheime Sender auf der Insel

Regelmäßig gingen ab Anfang 1945 beim Besitzer des "Friesenhauses" in der Schifferstraße Männer ein und aus, die dachten wie Friedrichs und Braun: Der Krieg ist verloren, wir müssen uns kampflos ergeben und die weiße Fahne hissen, damit die Insel nicht von den Alliierten zerbombt wird.

Doch trotz der aussichtslosen Lage weigerte sich Inselkommandant Alfred Roegglen, den englischen Forderungen nachzugeben und die Insel zu übergeben. Das erfuhren die Widerständler wohl direkt von den Engländern, zu denen sie heimlich Funkkontakt aufgenommen hatten.

Als Obersignalmaat kannte sich Friedrichs mit Funkverkehr bestens aus. Auf der Insel stellte die Gruppe geheime Sender auf und informierte die Engländer über ihren Plan: Die Widerständler, unter ihnen niedrige Marineoffiziere und Zivilisten, wollten die auf der Insel stationierten hochrangigen Militärs beim Mittagessen überwältigen und außer Gefecht setzen. Um die Soldaten der K-Verbände vom Kampf abzuhalten, wollte man Geschütze des Oberlandes auf die Kaserne im Unterland richten. Ein so abenteuerliches wie mutiges, aber auch nicht völlig aussichtsloses Vorhaben.

Doch Inselkommandant Roegglen bekam Wind von den Plänen, denn unter die Widerständler hatten sich zwei Verräter gemischt: Paul Münster und Ernst Clement. Die beiden Oberfeldwebel nahmen an den heimlichen Treffen teil und berichteten alles ihren Vorgesetzten.

Ultimatum bis 12 Uhr mittags

Ab dem 10. April 1945 ließ Roegglen sich von Soldaten bewachen, bald bemerkte die Familie Braun, dass sie heimlich beobachtet wurde. Nachts hörte sie Schritte; wenn jemand unverhofft aus der Tür trat, sprangen Menschen über den Gartenzaun und liefen davon. Die Schlinge zog sich langsam zu. Am 17. April stellten die Engländer den Widerständlern per Funk ein Ultimatum - so erinnerten sich Zeitzeugen: Wenn am nächsten Tag bis zwölf Uhr mittags nicht die weiße Fahne gehisst sei, werde die Insel bombardiert.

Die Gruppe geriet enorm unter Zeitdruck, ihre Pläne waren noch nicht ausgereift. Wie genau sollten die Offiziere überwältigt, wie die Soldaten in Schach gehalten werden? Eine Gelegenheit dazu bot sich nicht mehr: In der Nacht vom 17. auf den 18. April landeten ein vom Festland beordertes Kriegsgericht sowie ein SS-Kommando auf der Insel. Eine Ausgangssperre wurde verhängt, Posten mit Maschinenpistolen brachten sich in Stellung.

Um Punkt sechs Uhr früh schlug die Gestapo zu: Als erster wurde Martin Wachtel aus dem Schlaf gerissen, es folgten Kurt Pester und Karl Fnouka. Erich Friedrichs wurde verhaftet, als er gerade seinen Dackel spazieren führte, bei Georg Braun wurden Frau und Töchter mit abgeführt. Insgesamt wurden rund 20 Menschen verhaftet.

Das britische Ultimatum verstrich. Und tatsächlich startete die Royal Air Force mittags ihren vernichtenden Großangriff auf die Insel, noch bevor die Verschwörer aufs Festland transportiert werden konnten.

Schnell verurteilt, sofort hingerichtet

In den beiden Angriffswellen am 18. und 19. April luden fast tausend Flugzeuge ihre Bombenlast auf Hitlers Kriegsfestung ab. 95 Prozent aller Häuser wurden unbewohnbar, 128 Menschen starben - Helgoland glich einer Mondlandschaft. Noch vor der Evakuierung der Bevölkerung wurden die verhafteten Widerständler, die im Bunker überlebt hatten, per Schnellboot nach Cuxhaven transportiert und zwei Tage später vor Gericht gestellt. "Tod durch Erschießen wegen Verschwörung und Aufforderung zur Meuterei", lautete im Schnellverfahren das Urteil gegen fünf der Verhafteten.

Was aus den anderen Widerständlern wurde und wie ihre Pläne genau aussahen, konnte die Helgoländerin Astrid Friederichs trotz intensiver Recherchen nicht herausfinden. Sicher ist: Die Todesurteile wurde in Windeseile von Konteradmiral Rolf Johannesson bestätigt und noch am selben Tag vollstreckt.

Nur viereinhalb Stunden nach der Urteilsverkündigung starben die fünf Helgoländer am 21. April 1945 um 18.30 Uhr auf dem Schießplatz Cuxhaven-Sahlenburg. Vier Männer hatten die ihnen angebotene Augenbinde angenommen. Weil Georg Braun abgelehnt hatte, musste er mit dem Rücken zum Erschießungskommando stehen und fiel nach vorn.

"So einer kann doch kein Vorbild sein"

Wieso präsentiert die deutsche Marine einen Offizier, der in den letzten Kriegstagen als Marine-Gerichtsherr solchen Todesurteilen zustimmte und im Nachkriegsdeutschland weiter Karriere machte, heutigen Soldaten als Leitbild? Heinz Pester ist entsetzt - sein Vater Kurt Pester starb im Kugelhagel des Erschießungskommandos. "So einer wie Admiral Johannesson kann doch kein Vorbild sein", schimpft der 84-Jährige am Telefon. Heinz Pester hat schon zwei Briefe ans Verteidigungsministerium geschrieben. Und er rüttelt nicht als Einziger vernehmlich am Denkmal Johannesson, den er als "Todesadmiral" einer "blindwütigen Marine-Terrorjustiz" bezeichnet.

Die Kritiker machten ihrem Ärger 2019 mit einem offenen Brief Luft, initiiert vom Autor Jakob Knab, unterzeichnet etwa von Hannes Heer (Ex-Kurator der Wehrmachtsausstellung), Uwe Danker (Direktor am Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik der Uni Flensburg) und Fregattenkapitän a.D. Dieter Hartwig, ebenso von Heinz Pester, Autorin Astrid Friederichs und Helgolands Museumsdirektor Jörg Andres.

Die Büste müsse weg, der Preis umbenannt werden, einer wie Johannesson, zumal Mitglied der "Legion Condor", sei nicht traditionswürdig, protestieren die einen. Moralisch habe der Admiral zwar Schuld auf sich geladen, jedoch wie kaum ein anderer sein Handeln bereut und nach dem Krieg Großes für die Flotte geleistet, kontern die anderen: "Das ehrende Andenken in der Marine ist eben kein unkritisches", so ein wissenschaftliches Gutachten des Bundestags vom Juni 2019. "Es überhöht ihn gerade nicht als Vorbild, sondern zeigt die Persönlichkeit in all ihren Schattierungen."

Inmitten des Streits um den Konteradmiral droht die Erinnerung an jene zu verblassen, um die es eigentlich gehen sollte: die fünf Widerständler, die vor 75 Jahren ermordet wurden. Eine Büste mit ihrem Konterfei steht in keiner Aula - dafür erinnern auf Helgoland fünf golden blinkende Stolpersteine an sie. Und seit 2015 steht ein Gedenkstein für die Widerständler auf dem einstigen NS-Schießplatz in Cuxhaven-Sahlenburg. Darauf eingemeißelt: "Die Opfer mahnen uns!"


Quelle: spiegel.de vom 04.05.2020


Helgoland nach einem britischen Bombenangriff: Die Nationalsozialisten hatten die Insel zur gigantomanischen Kriegsfestung ausgebaut. Aufgrund der Entwicklung der Luftwaffe verlor Helgoland im Laufe des Kriegs zunehmend ihre militärische Bedeutung, das wahnwitzige Umbauprojekt "Hummerschere" wurde 1941 eingestellt. Dennoch fürchteten die Alliierten Helgoland als eine der "letzten Zitadellen des nazistischen Widerstandes", so General Dwight D. Eisenhower, Oberkommandierender der Streitkräfte in Westeuropa, am 14. April 1945. Das Foto zeigt Zerstörungen im Unterland nach einem Luftangriff am 15. Oktober 1944.
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"Ich liebe Helgoland!" Mit diesen Worten sei Erich Paul Jansen Friedrichs gestorben, erzählte seine Witwe Therese später. Friedrichs war der einzige gebürtige Helgoländer der fünf ermordeten Widerständler - und neben Georg Braun Kopf der Gruppe. Geboren wurde er am 2. November 1890, vier Monate nachdem Helgoland von den Engländern ans Deutsche Reich übergeben worden war. Der Besitzer des "Friesenhauses" in der Schifferstraße im Helgoländer Unterland war 1919 einer der Mitinitiatoren einer Petition mit der Forderung, die Insel an England zurückzugeben. Bereits 1933 wurde er als "Separatist" verhaftet und kam zur politischen "Umerziehung" in ein KZ.
Museum Helgoland
Dachdeckermeister und zweiter Kopf der Gruppe: Georg Eduard Braun, geboren am 25. Juni 1902 in Beckstein (Kreis Tauberbischofsheim), war zwar nicht politisch engagiert - gegen die Nationalsozialisten hegte er dennoch eine unverkennbare Abneigung. Schon 1939 erklärte er offen: "Wir kriegen den totalen Krieg." Hissten andere Helgoländer die Hakenkreuzflagge an Feiertagen, blieb bei den Brauns die Fahnenstange leer. Und im Frisiersalon von Heinrich Prüß erklärte Braun laut, dass Deutschland den Krieg verlieren werde. Prüß wurde wegen seiner politischen Äußerungen 1943 verhaftet und 1944 hingerichtet; Braun lebte ein Jahr länger. Im April 1945 wurde auch Brauns Ehefrau Julia verhaftet und wegen Mitwisserschaft zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, von denen sie sieben Wochen absaß. Im Juli 1945 kam Julia Braun frei.
Museum Helgoland
Von Österreich nach Helgoland: Karl Fnouka wurde am 18. Oktober 1908 in Wien geboren. Dort besuchte er die Universität und wurde Diplomingenieur für Hoch- und Tiefbau, ehe er die Schneiderei seines Vaters übernahm. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde er in die Kriegsmarine einberufen, im Oktober 1944 nach Helgoland versetzt. War er auf Heimaturlaub in Österreich, entledigte sich Fnouka immer sofort seiner Wehrmachtsuniform und hängte sie auf die Toilette: "Das ist der einzige Ort, wo dieses Ehrenkleid hingehört", soll er stets gesagt haben. Zu Ostern 1944 sah er seine Familie ein letztes Mal.
Museum Helgoland
Überzeugter Sozialdemokrat: Kurt Arthur Pester wurde am 18. August 1908 in Ehrenhain (damals Herzogtum Sachsen-Altenburg) geboren. Der gelernte Maurer, ab 1929 Mitglied der SPD, wurde nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten für drei Tage inhaftiert und verlor seinen Arbeitsplatz. 1934 schloss er sich einer Widerstandsgruppe an, die mit der Exilregierung der SPD in der Tschechoslowakei in Verbindung stand. Pester wurde im März 1944 nach Helgoland versetzt, wo er Geschützführer war. Nach Verkündung des Todesurteils bat er den Pfarrer, einen Aufschub zu erwirken - Pester wollte gern noch seine Frau und die drei Kinder sehen. Doch das Kriegsgericht pochte auf sofortige Vollstreckung. "So einer wie Admiral Johannesson kann doch kein Vorbild sein", betont der Sohn von Kurt Pester, der 84-jährige Heinz Pester, im Interview.
Museum Helgoland
Jüngster Widerständler: Martin Otto Wachtel wurde am 15. Dezember 1908 in Lückstedt (Sachsen-Anhalt) geboren. 1940 wurde Wachtel zur Marineflakabteilung in Wilhelmshaven einberufen, bevor er 1944 als Fähnrich nach Helgoland abkommandiert wurde. Dort war der gelernte Kaufmann unter anderem als Lehrer für die Marinehelfer und Lehrlinge tätig.
Museum Helgoland
"Narben bleiben, die Erinnerung lebt weiter": So lautet das Motto des Vereins für Gedenkkultur Cuxhaven, auf dessen Initiative dieser Gedenkstein für die fünf Widerständler 2015 aufgestellt wurde. Er befindet sich direkt neben den Schießbahnen des früheren Schießplatzes Cuxhaven-Sahlenburg, wo die Männer 1945 hingerichtet wurden. "Die Opfer mahnen uns", steht auf dem Stein.
Stadtarchiv Cuxhaven
Umstrittener Admiral: In seiner Funktion als Kommandant der Seeverteidigung Elbe-Weser und oberster Gerichtsherr bestätigte Konteradmiral Rolf Johannesson (1908-1989) am 21. April 1945 die Todesurteile gegen die fünf Helgoländer Widerständler. Das einstige Mitglied der "Legion Condor" gehörte nach dem Krieg zu einem der Gründerväter der Bundesmarine und mahnte stets zur schonungslosen Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit - zu diesem Zweck begründete Johannesson als Befehlshaber der Marine 1957 die bis heute stattfindende "Historisch-Taktische Tagung" der Flotte. Zeitlebens verschwieg Johannesson jedoch, dass er 1945 als oberster Gerichtsherr die fünf Todesurteile bestätigt hatte. Bundeswehr
Unverwüstliche Betonmonster: Der gigantische U-Boot-Bunker "Nordsee III" im Südhafen von Helgoland nach den alliierten Luftangriffen vom 18. und 19. April 1945. Die massive Konstruktion hatte dem verheerenden Bombardement standgehalten.
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Helgoland von oben: Deutschlands einzige Hochseeinsel liegt 63 Kilometer von Cuxhaven entfernt in der Nordsee und gehört zum schleswig-holsteinischen Landkreis Pinneberg. Sie besteht aus der "Hauptinsel" mit Oberland und Unterland und der benachbarten Badedüne.
Marcus Brandt/ dpa
Im Bauch von Helgoland: Zwei Metalltüren öffnen sich zu einem Gang in dem Bunker auf Helgoland. Der Untergrund des Eiland ist wie ein Schweizer Käse von Tunneln und Bunkeranlagen durchzogen. Hierher flüchtete sich die Helgoländer Bevölkerung bei den Bombenangriffen auf die Kriegsfestung.
Christian Charisius/ picture alliance / dpa
Stumme Zeitzeugen: Ein Bombentrichter auf dem Oberland der Nordseeinsel. Auf Helgoland weisen heute noch zahlreiche Spuren auf den Krieg hin. Auch nach dem "Big Bang" von 1947 gingen die Luftangriffe auf Helgoland weiter - die Insel diente den Briten als Übungsabwurfplatz für Bomben. Erst am 1. März 1952 durften die Insulaner wieder auf ihr Eiland zurückkehren.
Ingo Wagner/ picture-alliance/ dpa/dpaweb