Willkommen in Sachsen, am 30.05.2026
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30. Mai
Namenstag
Ferdinand, Hubert, Jeanne, Johanna, Reinhild, Wigand

Kalenderblatt

2006 - Die Übermittlung europäischer Fluggastdaten an US-Behörden habe keine rechtliche Grundlage, entscheidet der Euro­päische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. Die USA fordern diese Daten zur Fahndung nach Terroristen.


1999 - Nato-Flugzeuge zerstören während des Kosovo-Krieges eine Brücke über den Fluss Morawa in der serbischen Stadt Varvarin. Dabei werden zehn Menschen getötet und 30 verletzt; alle waren Zivilisten.


1968 - Bonn: Die Große Koalition verabschiedet die Notstandsgesetze.


1949 - Der deutsche Volkskongress in der sowjetischen Besatzungszone nimmt die Verfassung für eine «Deutsche Demokratische Republik» an.


1942 - Köln wird von 1000 Bombern der britischen Luftwaffe angegriffen.


1934 - Das Deutsche Reich gibt sich erstmals eine einheitliche Straßenverkehrsordnung.


1920 - Die heilige Johanna von Orläans wird in Frankreich als Nationalheilige verehrt. Sie ist zugleich die Schutzpatronin des Landes. 1920 wurde sie heiliggesprochen.


1913 - Das Osmanische Reich verliert im Vertrag von London nach dem Ende des Ersten Balkankrieges fast alle europäischen Gebiete.


1849 - Preußen führt das bis zum Ende des Ersten Weltkriegs gültige Dreiklassenwahlrecht ein. Die Wähler wurden dabei nach ihrem direkten Steueraufkommen eingeteilt. Je nach Klasse hatte eine Stimme mehr oder weniger Gewicht.


1434 - Mit der Schlacht bei Lipan enden die Hussitenkriege. Die radikaleren Taboriten unterliegen den Truppen der Utraquisten und Katholiken in Böhmen.


1431 - Jeanne d'Arc, die »Jungfrau von Orléans«, wird in Rouen öffentlich verbrannt. Das französische Bauernmädchen, das den Befreiungszug gegen die englische Besa­tz­ungs­macht angeführt hatte, war wegen Irr­lehren und Ketzerei zum Tode verurteilt worden.


Handwerker aus Sachsen-Anhalt verlangen Ende der Russland-Sanktionen
In einem Brief an Olaf Scholz fordert ein ostdeutscher Handwerksverband das Ende aller Russland-Sanktionen. "Die breite Mehrheit ist nicht gewillt, für die Ukraine ihren schwer erarbeiteten Lebensstandard zu opfern." Quelle: Spiegel vom 19.08.2022)

Wegen Preisexplosion: Vogtländer schicken Wut-Brief an Habeck:
Im Brief heißt es dazu: "Konkret haben wir den Eindruck, dass aus der emotionalen Empörung über den Angriffskrieg der Russischen Föderation auf die Ukraine politische Entscheidungen resultieren, deren Auswirkungen gravierende Folgen für die Bevölkerung in unserem Land haben werden (...)" Quelle: Tag24 vom 01.08.2022)

Bürgermeister sprechen sich für Nutzung von Nord Stream 2 aus. Quelle: Brief an die Bundesregierung (welt.de vom 28.07.2022)

Eine starke Wirtschaftsleistung ist die Grundlage für Deutschland, überhaupt reagieren zu können, egal in welcher Dimension. (...) Wir helfen der Ukraine nicht, wenn wir uns selbst schwächen. Genau das würde aber passieren bei einem sofortigen Energie-Stopp. Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius

"Ich möchte dazu ermutigen, auch zukünftig die Welt immer auch mit den Augen des Anderen zu sehen, also auch die manchmal unbequemen und gegensätzlichen Perspektiven des Gegenüber wahrzunehmen, sich für den Ausgleich der Interessen einzusetzen". Angela Merkel. Großer Zapfenstreich 02.12.2021

Alarmstufe Gas gilt

Erst im Mai 2022 billigte der Bundestag eine Änderung des Energiesicherheitsgesetzes (EnSiG), das den Energielieferanten erlaubt, im Fall einer ausgerufenen Alarmstufe die Preise direkt an die Verbraucher weiterzugeben.

Dabei ist es völlig egal, ob Kundinnen und Kunden eine Preisgarantie unterschrieben haben. Die Unternehmen können die Preise anheben - und Betroffene können nichts dagegen tun.

Zu den Artikeln aus Focus und Tagesspiegel

Anderer Blick der Woche


Gastbeitrag Geschichtsrevisionismus: Übergriffige Grüne wollen sowjetische Ehrenmäler neu interpretieren

Zur Person
Alexander King, geboren 1969 in München, ist Politiker des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) und Spitzenkandidat seiner Partei für die Berliner Abgeordnetenhauswahl im September.
Zuvor war King viele Jahre Mitglied der Linkspartei, 2023 trat er aus jener Partei aus und schloss sich dem BSW an. Seitdem sitzt er als fraktionsloser Abgeordneter im Berliner Abgeordnetenhaus.

21.05.2026, 11:50 Uhr 3 Min

Die Grünen haben den Faschismus nicht besiegt, wollen aber per QR-Code darüber bestimmen, wer das Gedenken daran verdient. Ein Kommentar.

Das Sowjetische Ehrenmal im Tiergarten. Die Grünen werben für ein neu definiertes Gedenken.
© IMAGO/Zoonar.com/Sergey Kohl

An diesem Donnerstag bringen die Grünen einen Antrag ins Abgeordnetenhaus ein, ganz heimlich, still und leise, der es in sich hat. Ohne Debatte wird er in den Kulturausschuss überwiesen. Dabei ist der Antrag so ambitioniert wie übergriffig.

Er soll die Geschichtsschreibung ändern: unseren Blick auf das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa, auf das Ende des Faschismus, auf das Ende des beispiellosen Mordens, auf die deutschen Täter und ihre Verbündeten, auf die Opfer, aber vor allem: unseren Blick auf die Befreier. Die Grünen wollen den Russen das Gedenken entreißen und selbst darüber bestimmen, wer wie mit wem wessen gedenken darf.

Die Grünen wollen, etwa mit an den Ehrenmälern anzubringenden QR-Codes, einordnen, erklären, das Gedenken ihrer Sicht auf die Welt unterordnen, letztlich wollen sie relativieren. Die Befreiung Berlins durch die Rote Armee soll so in den Kontext von Stalinismus, Putin-Nationalismus, Ukraine-Krieg gestellt werden. Dieser Grüne Geschichtsrevisionismus sind nicht nur völlig daneben, sondern gefährlich.

Verträge gelten - auch für Grüne

Zur Erinnerung: Nicht die Deutschen, auch nicht die deutschen Grünen haben den Zweiten Weltkrieg gewonnen, sondern die Rote Armee unter gewaltigen Opfern. Zur Bewirtschaftung der sowjetischen Ehrenmäler in Berlin gibt es deshalb Verträge Deutschlands mit Russland als Rechtsnachfolger der Sowjetunion. Wie kann man also auf die Idee kommen, ohne Absprache mit der russischen Botschaft an den Ehrenmälern Veränderungen vornehmen zu wollen? Das ist wirklich schamlos und geschichtsvergessen.

Der Grüne Antrag ist purer Revanchismus. Er haut in dieselbe Kerbe wie das Vorhaben der Grünen, das Russische Haus in der Friedrichstraße zu schließen, sollten sie hier in Berlin wieder mitregieren. Das Haus sei, so sagte die Grüne Fraktionsvorsitzende Jarrasch neulich auf einer Veranstaltung ihrer Partei vor gut einer Woche, ein "Pain in the ass".
So vulgär geht es manchmal bei den achtsamen Grünen zu.

Der aussortierte Ehrenbürger

Übrigens: Das Ehrenmal in Treptow zeigt den Rotarmisten Nikolai Massalow, der am Ende des Zweiten Weltkriegs, am 30. April 1945, am Potsdamer Platz ein deutsches Mädchen rettete - unter Einsatz seines Lebens. In der DDR war er deshalb Berliner Ehrenbürger. Bis 1990, als er im Zuge der Wiedervereinigung aussortiert wurde.

Ich finde: Spätestens zum nächsten Jahrestag muss er seine Ehrenbürgerwürde, dann leider posthum, wiederbekommen. Und man kann nur hoffen, dass seine Heldentat bis dahin nicht von einem möglichen rotrotgrünen Senat "eingeordnet", neu interpretiert und relativiert wird.


Quelle:


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© infos-sachsen / letzte Änderung: - 09.08.2025 - 18:17