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Plattenspieler - Skating

Auf diese Weise entsteht die Skatingkraft, weil sich der Tonarm infolge Nadelreibung und Abknickung des Tonkopfs rechtsherum drehen müchte.

Die merkw├╝rdige und durchaus unerw├╝nschte Skatingkraft entsteht beim Abspielen einer Schallplatte infolge der Reibung der Nabel in der Rille in Verbindung mit der Tonarmkr├Âpfung.

Die Reibungskraft zeigt dabei in Richtung der Rillentangente. Verl├Ąngert man gedanklich ihre Wirkungslinie, so geht diese Linie nicht durch den Drehpunkt des Tonarms, sondern rechts dran vorbei (Bild). Es entsteht ein kleines Drehmoment, das den Tonarm im Uhrzeigersinn drehen m├Âchte.
Weil das aber die Nadelspitze in der Rille verhindert, ├╝bt sie gleichzeitig auf die innere Rillenflanke eine sch├Ądliche Druckkraft aus, die man als Skatingkraft bezeichnet (von engl. skate = gleiten).

Bei hochwertigen Plattenspielern wird diese Skatingkraft kompensiert, weil sie zu Klangverzerrungen, unterschiedlicher Lautst├Ąrke in beiden Stereolautsprechern und zu unsymmetrischer Nadelabnutzung f├╝hrt.

Die Kompensation ist zum Beispiel m├Âglich: mit einer kleinen und weichen Feder, die den Tonarm zur├╝ckzieht, mit magnetischer Kraft oder mit einem kleinen Gegengewicht an einem Faden. In jedem Falle muss aber die Gegenkraft zur Skatingkraft einstellbar sein, weil sich letztere mit der eingestellten Auflagekraft der Nadel ver├Ąndert.

Zur├╝ck zu unserer Pr├╝fplatte. Bei einer normalen Schallplatte kann man die unmittelbare Auswirkung der Skatingkraft nicht erkennen, weil ja die Rillenflanken eine seitliche Nadeldrift verhindern.

Daher l├Ąsst sie sich auch nicht exakt kompensieren. Die Pr├╝fplatte dagegen hat keine Rille" und deshalb sieht man die Nadel seitlich weggleiten, wenn die Skatingkraft nicht genau ausgeglichen ist.

Die Kompensation ist dann optimal, wenn die Nadel, etwa am mittleren Durchmesser der Pr├╝fplatte LB 27 aufgesetzt, nicht seitlich auswandert, sondern auch ohne vorhandene Rille auf einer Kreisbahn l├Ąuft.


© infos-sachsen / letzte Änderung: - 31.03.2023 - 12:40