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Kalenderblatt

2020 - Der Konjunktureinbruch hat erstmals seit 2011 ein Defizit in der Staatskasse ver­ur­sacht. Im ersten Halbjahr gaben Bund, LĂ€nder und Gemeinden sowie Sozial­versi­cher­ungen 51,6 Milliarden Euro mehr aus, als sie ein­nah­men, berichtet das Statistische Bundesamt.


2010 - Umstrittenes Projekt "Stuttgart 21": Begleitet von Protesten beginnt der Hauptbahnhof-Teilabriss.


1997 - "Mauertote": DDR-Politiker Krenz, Schabowski und Kleiber zu Haftstrafen verurteilt.


1991 - Linus Torvalds gibt in einem Usenet-Posting an die dem Minix-System gewidmeten Newsgroup die Arbeit an einem freien Betriebssystem bekannt. Es entsteht Linux.


1988 - Ein Großbrand zerstört weite Teile der historischen Altstadt von Lissabon.


1986 - In der DDR wird die Verwendung von Euroschecks zugelassen. Sie können bis zu einer Höhe von 400 D-Mark bei der Staatsbank der DDR eingelöst werden. Auch Intershops, Interhotels, Mitropa-Hotels, DDR-ReisebĂŒros oder Fahrkartenausgaben der Reichsbahn nehmen die Schecks entgegen.


1967 - Vizekanzler Willy Brandt gibt auf der IFA in Berlin den Startschuss fĂŒr das Farbfernsehen in der BRD. Die am selben Abend im ZDF ausgestrahlte Spielshow »Der goldene Schuss« ist die erste in Farbe gezeigte TV-Sendung des deutschen Fernsehens.


1956 - Stockholm: Das Wrack der 1628 untergegangenen "Vasa" wird entdeckt.


1944 - Alliierte Truppen befreien das nach einer Befehlsverweigerung des deutschen Stadtkommandanten Dietrich von Choltitz unzerstörte Paris.


1941 - Sowjetische und britische Truppen marschieren im Rahmen der anglo-sowje­ti­schen Invasion des Iran in den Norden und SĂŒden des neutralen Irans ein. Bis zum 17. September kommt es zu einer vollstĂ€ndigen Besetzung des Landes, die bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs andauert.


1939 - Großbritannien und Polen schließen einen Beistandspakt.


1921 - Reichsaußenminister Rosen und der amerikanische GeschĂ€ftstrĂ€ger in Berlin, Dresel, unterzeichnen den Friedensvertrag zwischen den USA und dem Deutschen Reich.


1919 - Das bayerische Kriegsministerium wird aufgelöst, die Soldaten der Bayerischen Armee in die Reichswehr integriert. Die Weimarer Verfassung behÀlt die Landesverteidigung allein den Aufgaben des Reichs vor.


1758 - WĂ€hrend des SiebenjĂ€hrigen Krieges besiegt Friedrich der Große (Preußen) in der Schlacht bei Zorndorf (heute Sarbinowo in Polen) eine ĂŒberlegene russische Streitmacht.


Wider dem Vergessen

In der Nacht vom 25.08.2018 zum 26.08.2018 wurde ein Mann in Chemnitz "abgeschlachtet".

Dieser Artikel ist ein klassisches Beispiel dafĂŒr, woher eine gewisse Distanz zu unseren Medien kommt.
Geschrieben von Leuten, welche nicht vor Ort waren, die bis dahin wahrscheinlich nicht wussten, wo Chemnitz liegt.
Fragmente aus dem Zusammenhang gerissen, neu interpretiert und mit Schlagzeilen versehen.

Z.B. waren ca. 7.000 BĂŒrger und 700 Polizisten vor Ort. Bei wirklich gewaltbereiten Demonstranten hĂ€tte das Ergebnis anders ausgesehen, die Polizei wĂ€re ĂŒberrannt worden.

Sehr betroffen machen die Äusserungen der Bundesregierung, wie auch der OB von Chemnitz.
Proteste gegen den Mord sind schwerwiegender als der Mord selbst.
Dabei haben sie doch geschworen "Schaden vom deutschen Volk abzuwenden".
Es sind ihre BĂŒrger, die sie hier attackieren.

Sonntag, 26. August 2018

Nach tödlicher Messerattacke:

Rechte ziehen durch Chemnitz Am Rande des Chemnitzer Stadtfestes kommt es zu einer tödlichen Auseinandersetzung, bei der ein 35-JĂ€hriger stirbt. In der Stadt gibt es daraufhin spontane Demos mit Hunderten Rechten. Es gibt ZusammenstĂ¶ĂŸe mit der Polizei.

Nach dem gewaltsamen Tod eines 35-JĂ€hrigen in Chemnitz sind Hunderte mutmaßliche Rechte durch die sĂ€chsische Stadt gezogen. Dabei kam es zu ZusammenstĂ¶ĂŸen mit der Polizei, wie die Polizeidirektion Chemnitz mitteilte. Rund 800 Menschen versammelten sich demnach am berĂŒhmten Karl-Marx-Monument und zogen dann durch die Innenstadt. Dabei wurden Flaschen in Richtung der Polizei geworfen.

Bei einer Rangelei wurde mindestens ein Beamter verletzt, wie eine Polizeisprecherin sagte. Angaben ĂŒber mögliche Festnahmen konnte sie nicht machen. Der Polizei zufolge lagen zunĂ€chst vier Anzeigen vor: "Hierbei handelt es sich um zwei Anzeigen wegen Körperverletzung, eine Anzeige wegen Bedrohung sowie eine Anzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte."

Laut der Polizei hatte es am Sonntag mehrere Aufrufe im Internet gegeben, sich in der Innenstadt einzufinden. Den Angaben nach hatten sich daraufhin zunĂ€chst gegen 15 Uhr rund 100 Menschen versammelt. Dies sei störungsfrei verlaufen. Diese Versammlung ging auf einen Aufruf der AfD zurĂŒck.

Polizei zunĂ€chst ĂŒberfordert
Polizisten vor dem Chemnitzer Karl-Marx-Denkmal.
(Foto: dpa)

Dem folgte eine weitere Versammlung um 16.30 Uhr. Zu dieser Versammlung hatte laut Medienberichten die rechte Ultra-Fußballvereinigung Kaotic Chemnitz aufgerufen. "Die Personengruppe reagierte nicht auf die Ansprache durch die Polizei und zeigte keine Kooperationsbereitschaft", teilten die Beamten mit. Die Gruppierung habe sich plötzlich in Bewegung gesetzt.

Die "Bild"-Zeitung berichtete, dass sich unter den Demonstranten "gewaltbereite Rechte" befanden. Die Demonstranten protestierten demnach gegen AuslĂ€nderkriminalitĂ€t und skandierten SprĂŒche wie "Wir sind das Volk". Der Mitteldeutsche Rundfunk berichtete von Rangeleien. Auf Twitter wurde von Jagdszenen auf Migranten berichtet. Die Polizeisprecherin konnte diesbezĂŒglich keine Angaben machen.

Offenbar war die Polizei zunĂ€chst mit der Situation ĂŒberfordert: Die Beamten waren nach eigenen Angaben zunĂ€chst "nur mit geringen KrĂ€ften vor Ort". Deswegen wurden EinsatzkrĂ€fte der sĂ€chsischen Bereitschaftspolizei nach Chemnitz verlegt. "Die EinsatzkrĂ€fte werden auch in der Nacht im Stadtgebiet prĂ€sent sein", erklĂ€rte die Polizeidirektion Chemnitz. Die Ansammlungen hatten sich aber bereits am Abend nach und nach aufgelöst.

Mann stirbt nach mutmaßlicher Messerattacke

Die Stadt zeigte sich besorgt ĂŒber die spontanen Demonstrationen. "Wenn ich sehe, was sich in den Stunden am Sonntag hier entwickelt hat, dann bin ich entsetzt", sagte OberbĂŒrgermeisterin Barbara Ludwig dem MDR. "Dass es möglich ist, dass sich Leute verabreden, ansammeln und damit ein Stadtfest zum Abbruch bringen, durch die Stadt rennen und Menschen bedrohen - das ist schlimm." Stadtsprecher Robert Gruner sagte: "Wir sind erschrocken, ĂŒber die Menschenansammlungen, die passiert sind." Man habe friedlich miteinander das JubilĂ€um der Stadt feiern wollen. Nun habe sich jedoch gezeigt, dass es richtig war, dass Stadtfest vorzeitig abzubrechen. Es endete statt um 20 Uhr bereits um 16 Uhr. Grund waren laut seinen Angaben Sicherheitsbedenken.

Auslöser der Proteste war der Tod eines 35-jÀhrigen Deutschen in der Nacht auf Sonntag. Nach Angaben der Polizei war es gegen 3.15 Uhr zu einer "tÀtlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen unterschiedlicher NationalitÀten gekommen". Dabei wurden drei deutsche MÀnner im Alter von 33, 35 und 38 Jahren schwer verletzt. Der 35-JÀhrige erlag spÀter im Krankenhaus seinen Verletzungen. Laut "Freie Presse" soll es sich bei der Tatwaffe um ein spÀter gefundenes Messer handeln.

Die Polizei fasste nach eigenen Angaben zwei 22 und 23 Jahre alte MĂ€nner, die sich vom Tatort entfernt hatten. Ob sie wirklich in den Streit involviert waren, war demnach aber zunĂ€chst unklar. Angaben ĂŒber die NationalitĂ€t der MĂ€nner wurden zunĂ€chst nicht gemacht, ebenso wie ĂŒber den Grund fĂŒr die Auseinandersetzung. Ihr soll ein verbaler Streit vorausgegangen sein. Mehrere Personen waren danach vom Tatort geflohen. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz und die Polizeidirektion Chemnitz ermitteln wegen des Verdachts des Totschlags.

Kursierende Informationen, nach denen dem Streit eine BelÀstigung von Frauen vorausgegangen sein soll, bestÀtigten sich nach ersten Ermittlungen der Polizei nicht. Die Polizei rief dazu auf, sich nicht an Spekulationen zu beteiligen.


Quelle: n-tv vom 26. August 2018


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