Willkommen in Sachsen, am 26.02.2020
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Kalenderblatt vom 26. Feb.
1658 - Im Ersten Nordischen Krieg wird Dänemark durch den «Frieden von Roskilde» gezwungen, das heutige Südschweden sowie Bornholm und Trondheim an Schweden abzugeben.

398 - Johannes Chrysostomus, der berühmteste Prediger der Ostkirche, wird zum Patriarchen von Konstantinopel geweiht.

1815 - Napoleon Bonaparte verlässt Elba, seinen Verbannungsoert. Sein Weg führt ihn zurück nach Frankreich.

1956 - Sowjetunion übergibt Porkkala zurück an Finnland.

1934 - Die Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nichtangriffspaktes auf Initiative Adolf Hitlers markiert einen Wendepunkt in der deutschen Außenpolitik.

1788 - Die Briten errichten mit Ankunft der First Fleet die erste Sträflingskolonie in Australien in der Sydney Cove, ihre ersten weißen Siedler unter Kommandant Arthur Phillip treffen ein.

1952 - Großbritannien gibt den Besitz von Atomwaffen bekannt.

Aschermittwoch

Zwischen dem 10.2.-5.3. ist Aschermittwoch (lat. carne vale = Fleisch, lebe wohl); es endet die Karnevalszeit, in der ausgelassen gefeiert wird und es beginnt die 40-tägige Fastenzeit, auch Passionszeit genannt. Sie dauert bis Karsamstag, umfasst also 46 Kalendertage. Die 6 Sonntage sind vom Fasten ausgenommen, da Christen an jedem Sonntag - also auch in der Fastenzeit - die Auferstehung Christi feiern; es bleiben also 40 Fastentage.

1969 wurde das Kirchenjahr neu geordnet, heute endet die Fastenzeit bereits am Gründonnerstag; allerdings sind nur noch Aschermittwoch und Karfreitag sogenannte strenge Fasttage, an denen die Katholiken sich nur einmal am Tag sattessen und auf Fleisch verzichten sollen.

Der Aschermittwoch erhielt seinen Namen, weil an ihm Asche der Palmen vom Palmsonntag des vergangenen Jahres geweiht und den katholischen Gläubigen vom Priester auf Stirn oder Scheitel gestreut wird: "Gedenke, o Mensch, du bist Staub, und zum Staube kehrst du zurück." Papst Urban II. führte diesen Brauch im 11. Jahrhundert ein, im 12. Jahrhundert wurde festgelegt, dass die Bußasche von Palm- und Ölzweigen der Vorjahres gewonnen werden muss.

In manchen Orten ist es Sitte, daß Aschermittwoch Langschläfer mit grünen Ruten (Tannenzweige in Sachsen, Birkenreiser in Harz und Mecklenburg) aus den Federn "gepfeffert" werden ("Pfeffertag"). Kinder besuchten ihre Paten, gaben ihnen ein paar Streiche mit der grünen Rute und erhielten dafür Brezeln. Wacholder- und Fichtenzweige wurden in Norddeutschland benutzt, wo dieser Brauch "Fuen hieß"; dort wurden die Langschläfer gepfeffert, bis sie sich mit Lebensmittelspenden freikauften.

Ein eher weltlicher Brauch am Aschermittwoch ist das symbolische "Geldbeutelwaschen". Dadurch soll sich der durch den Fasching strapazierte Geldbeutel wieder füllen... Durchgeführt wird dieser Brauch z. B. in München.

Quellen: garten-literatur / Religiöses Brauchtum


© infos-sachsen / letzte Änderung: - 18.11.2019 - 19:22