Willkommen in Sachsen, am 28.05.2022
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Kalenderblatt vom 28. May.
2008 - Dublin: 111 Staaten beschließen die Abschaffung von Streubomben binnen 8 Jahren. Die USA weigern sich.

2002 - Die Staats- und Regierungschefs der 19 Nato-Staaten und der russische Präsident Wladimir Putin schaffen bei Rom den Nato-Russland-Rat, dessen oberste Aufgaben Terrorismusbekämpfung und Katastrophen­schutz sind.

1998 - Der Bundestag verabschiedet ein Gesetz, mit dem Opfer der NS-Justiz rehabilitiert werden.

1991 - Hamburg entzieht als erstes Bundesland der umstrittenen Scientology-Sekte die Rechtsfähigkeit als Verein.

1987 - Mathias Rust landet mit seiner Cessna auf dem Roten Platz in Moskau.

1979 - Athen: Der Beitritt Griechenlands zur EG zum 1.1.1981 wird beschlossen.

1940 - Die britische Regierung verfügt die Internierung aller in Großbritannien lebenden deutschen Frauen im Alter von 16 bis 60 Jahren auf der Isle of Man.

1926 - General Gomes da Costa führt einen Militärputsch in Portugal an. Das Parlament wird aufgelöst und die Verfassung abgeschafft.

1871 - Die Pariser Kommune scheitert endgültig. Bei Barrikadenkämpfen sterben mindestens 20.000 Menschen.

1830 - US-Präsident Andrew Jackson unterzeichnet ein Gesetz («Indian Removal Act»), das die Grundlage für die Vertreibung / Umsiedlung der Indianer aus den Gebieten östlich des Mississippi schafft.

1813 - In Berlin findet die letzte Hinrichtung durch Verbrennen auf dem Scheiterhaufen in Preußen statt.

1812 - Der Vertrag von Bukarest beendet den 1806 begonnenen russisch-türkischen Krieg. Er beinhaltet die Annexion Bessarabiens - das damals nur »Moldau jenseits vom Dnjestr« hieß - durch Russland.

Soldatengebet (Behaltet Euren Krieg, wir behalten unsere Würde...) Estéban Cortez
Offener Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz - >>hier lesen<<

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"Dieselben Fehler wie früher" Grass mahnte: "Steuern auf großen Krieg zu"

14.04.2015, 11:55 Uhr

Nur wenige Tage vor seinem Tod gewährt Günter Grass der spanischen Zeitung "El País" ein Interview. In dem Gespräch, das jetzt veröffentlicht wird, äußert der Nobelpreisträger seine Befürchtungen, dass es zu einem neuen Weltkrieg kommen könne.

Günter Grass hat sich bis kurz vor seinem Tod große Sorgen um die Zukunft der Menschheit gemacht. "Wir steuern auf den dritten großen Krieg zu", sagte der Literaturnobelpreisträger in einem Interview der spanischen Zeitung "El País", das nach Angaben des Blattes am 21. März in Lübeck geführt wurde.
"Es gibt überall Krieg. Wir laufen Gefahr, dieselben Fehler wie früher zu machen. Ohne es zu merken, als wären wir Schlafwandler, können wir in einen neuen Weltkrieg gehen", warnte er.

Grass analysierte in dem Gespräch die aktuelle Situation kritisch: "Heute haben wir auf der einen Seite die Ukraine, deren Situation einfach nicht besser wird. In Israel und Palästina wird es immer schlimmer. Im Irak haben uns die Amerikaner ein Desaster hinterlassen. Es gibt die Gräueltaten des Islamischen Staates und das Problem in Syrien, das fast aus den Nachrichten verschwunden ist, obwohl sich die Menschen dort weiter gegenseitig umbringen."

Oskar Matzerath "wäre heute ein Hacker"
Die Europäer rief Grass dazu auf, den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu verstehen und sich nicht so sehr von den Interessen der USA leiten zu lassen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion seien "keine ernsthaften Versuche" unternommen worden, unter Einbeziehung Russlands eine neue Sicherheitsallianz zu gründen. Das sei ein Riesenfehler gewesen. "Der Ukraine wird ein Beitritt in die EU und danach in die Nato versprochen, da ist es nur logisch, dass ein Land wie Russland nervös reagiert."

Neben den vielen politischen Konflikten beklagte Grass im Gespräch auch "das soziale Elend überall auf der Welt" sowie die Probleme der Überbevölkerung, des Klimawandels und des Atommülls, "deren Folgen gar nicht beachtet werden". "Es gibt ein Treffen nach dem anderen, aber die Problematik bleibt bestehen: Es wird nichts getan", meinte er.

Der Kapitalismus zerstöre sich unterdessen selbst. "All diese irrationalen Mengen Geld, die weltweit fließen, haben wir mit der Realwirtschaft nichts mehr zu tun." Im 20. Jahrhundert sei "die Unvernunft weniger ausgeprägt" gewesen. Seine "Blechtrommel"-Figur Oskar Matzerath wäre nach Überzeugung von Grass dieser Tage "ein anderer Mensch", der gegen "andere Widerstände" würde kämpfen müssen. "Heute wäre er ein Computer-Freak, ein Hacker oder so etwas Ähnliches."

Quelle: n-tv.de , jog/dpa


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