zur Erinnerung

Wider dem Vergessen

In der Nacht vom 25.08.2018 zum 26.08.2018 wurde ein Mann in Chemnitz "abgeschlachtet".

Chemnitzer Stadtfest 2017:
Die hellen und dunklen Seiten der Party
Fr├Âhliche Gesichter und Familientrubel am Tag, Ausschreitungen und Auseinandersetzungen nach Mitternacht: So reagieren die Besucher, die Organisatoren und die Polizei auf Trubel und Tumulte in der City.

Von Michael M├╝ller und Peggy Fritzsche
erschienen am 27.08.2017

Die B├╝hne an der Br├╝ckenstra├če: Samstagabend wurde nach Rangeleien im Umfeld die Musik dort 30 Minuten eher abgedreht als geplant.
Foto: Andreas Seidel

Chemnitz Mit einem kr├Ąftigen Besucherplus, aber auch ├╝berschattet von n├Ąchtlichen Auseinandersetzungen ist das Stadtfest 2017 zu Ende gegangen. W├Ąhrend nach Angaben der Veranstalter insgesamt rund 260.000 Besucher ├╝berwiegend friedlich feierten, kam es Samstag und Sonntag an der Br├╝ckenstra├če jeweils kurz nach Mitternacht zu Zwischenf├Ąllen.

So wurde am Sonntag gegen 0.30 Uhr das Musikprogramm auf der B├╝hne von MDR Jump fr├╝her beendet als geplant, nachdem es im Umfeld zu Handgreiflichkeiten gekommen war. Hunderte ├╝berwiegend junge Menschen hatten vor der B├╝hne getanzt und gefeiert, unter ihnen viele Migranten. Augenzeugen berichteten von einer zunehmend aggressiven Grundstimmung. Auf allen anderen Fl├Ąchen des Stadtfestest sei wie geplant bis zum Ende gefeiert worden, hie├č es von den Veranstaltern. Von einem Abbruch des Festes, wie im Internet vermeldet worden war, k├Ânne keine Rede sein.

Mit dem vorsorglichen Abschalten der Musik reagierten die Verantwortlichen nach eigener Aussage auch auf Zwischenf├Ąlle, die sich in der Nacht zuvor ebenfalls unweit des Marx-Monuments ereignet hatten. Aus einer Gruppe von etwa 100 Menschen heraus kam es dort laut Polizei wechselseitig zu gewaltt├Ątigen ├ťbergriffen, bei denen 13 Menschen verletzt wurden. Einer der Beteiligten - nach eigener Darstellung Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes und Kampfsportler mit deutlichen Sympathien f├╝r rechte Gruppierungen - k├╝ndigte bei Facebook Vergeltung an. Die Polizei verst├Ąrkte tags darauf ihre Pr├Ąsenz deutlich. Eine Bilanz der registrierten Straftaten ├╝ber alle drei Festtage hinweg wollen die Beamten erst am Montag vorlegen; die Pressestelle war am Wochenende nicht besetzt.


So schnell wird man eben zu einem "Rechten" gemacht

Die meisten Besucher zeigten sich indes wenig beeindruckt von den Vorf├Ąllen in der Nacht. "Wir f├╝hlen uns sicher hier. Nur ist der Besuch auf dem Stadtfest auch ganz sch├Ân teuer, wenn man allen Familienmitgliedern W├╝nsche erf├╝llen m├Âchte", sagte der Chemnitzer Carsten B├Âhme, der mit seiner Familie am Nachmittag ├╝ber den Markt spazierte. Jennifer Weder, 26-j├Ąhrige Studentin auf Heimatbesuch in Chemnitz, besuchte mit ihren Eltern das Stadtfest. "Pr├╝geleien und Festnahmen? Das kann ich mir gar nicht vorstellen", sagte sie und schaute sich zwischen H├Ąndlerst├Ąnden und Luftballonverk├Ąufern auf dem Neumarkt um. "Bisher sind mir hier nur fr├Âhliche Menschen begegnet." In Berlin, wo sie ihre Ausbildung absolviere, gebe es st├Ąndig Rangeleien im Nachtleben. "Vielleicht gehen wir in der Hauptstadt mit solchen Situationen auch gelassener um und stellen nicht gleich ein ganzes Fest infrage", ├╝berlegte sie.

Die 32-j├Ąhrige Hausfrau Marion Hofmann, mit ihrer Familie aus der N├Ąhe von Glauchau zum Stadtfest gekommen, betonte hingegen resolut, dass ihr ein abendlicher Besuch bei der innerst├Ądtischen Party nicht geheuer sei. "Ich habe einfach schon zu viel ├╝ber Ausschreitungen in der Chemnitzer Innenstadt gelesen. F├╝r mich als Frau k├Ąme es gar nicht in Frage, da abends allein hinzugehen."

Matthias Markus Br├╝ckner spielte am Samstagabend mit seiner Band "Die Arbeitslosen Bauarbeiter" auf der Sportmeile zwischen Galerie Roter Turm und Stadthallenpark. "Wir haben bis weit nach Mitternacht mit Fans und Besuchern gut gelaunt gefeiert", sagte er. "Vom angeblichen Abbruch des Festes haben wir nichts mitbekommen." Der Chemnitzer - Punkmusiker, Fu├čballfan, Vater, Nacht- und Szenemensch mit Familiensinn - ├Ąrgert sich dar├╝ber, dass nach punktuellen Ausschreitungen in der Nacht nun das ganze Stadtfest einen negativen Anstrich erhalte. "Die schlechte Stimmung erkl├Ąre ich mir so, dass die Meckerer meist laut sind und die begeisterungsf├Ąhigen Besucher eher im Stillen genie├čen", sch├Ątzt er ein.

Systemprogrammierer Hans-Joachim Berger aus Freiberg erlebte das Stadtfest vor allem auf dem Neumarkt. Der 48-J├Ąhrige ist Fan von Jazz- und Blues-Musik und war mit seiner Frau nach Chemnitz gekommen. "Pr├╝geleien? Die tauchen selten da auf, wo Kultur ist. Wir haben das Jazzkonzert am Samstag in Ruhe mit Freunden genossen."

"Ich ├╝berlege, rechtlich gegen Abbruch-Ger├╝chte vorzugehen"

S├Âren Uhle

S├Âren Uhle ist Chef der Chemnitzer Wirtschaftsf├Ârderung CWE und Organisator des Stadtfestes. Er blickt auf die Ereignisse zur├╝ck.

Herr Uhle, wie sieht Ihre Bilanz zum Stadtfest 2017 aus?

Gl├Ąnzend. Nach dem Hitzejahr 2016, in dem die Besucherzahlen in den Keller gerutscht waren, feierten diesmal 260.000 Menschen mit. Bei der Bestimmung der Besucherzahl unterst├╝tzen uns H├Ąndler, Stand- und B├╝hnenbetreiber.

Ein positives Fazit - trotz Polizeieins├Ątzen und sogar dem online verk├╝ndeten Abbruch des Festes aufgrund von Schl├Ągereien?

Ich ├╝berlege, rechtlich gegen diese falschen Behauptungen vorzugehen. Einen Festabbruch im Internet zu vermelden, ist gerade mit Blick auf den familienstarken Sonntag gesch├Ąftssch├Ądigend. Weder die Polizei noch wir als Organisatoren hatten das Fest zu irgendeinem Zeitpunkt abgebrochen. Es gab am Freitag Ausschreitungen, denen die Polizei nachgegangen ist. Am Samstag haben wir gegen 0.30 Uhr ausschlie├člich an der B├╝hne an der Br├╝ckenstra├če die Musik heruntergedreht, um deeskalierend einzugreifen. Es drohten verschiedene Jugendgruppen, aufeinander loszugehen.

Warum ging es danach nicht weiter?

Als wir die Situation im Griff hatten, war es zehn Minuten vor Schluss der Festveranstaltung. Deshalb haben wir die Musik dort nicht wieder angeschaltet.

Gibt es ein Stadtfest im kommenden Jahr?

Nat├╝rlich, sogar eins mit Jubil├Ąumscharakter. Das Stadtfest 2018 wird ein Schwerpunkt im Festjahr zum 875-j├Ąhrigen Bestehen der Stadt. (pefr)


FP vom 27.08.2017


Das Chemnitzer Stadtfest und die Abbruch-Ger├╝chte

Berichte von Dutzenden ├ťbergriffen auf Frauen machen im Netz die Runde. Die Polizei stellt die Vorg├Ąnge ganz anders dar.

Von Michael M├╝ller
erschienen am 29.08.2017

Was war in der Nacht zu Sonntag wirklich los an der B├╝hne auf der Br├╝ckenstra├če? Die Verantwortung f├╝r das vorzeitige Ende der Party dort schieben sich Polizei und Veranstalter jetzt gegenseitig zu.
Foto: Andreas Seidel

"Stadtfest abgebrochen", "Programm vorzeitig beendet", "Chemnitz kapituliert" - mit Schlagzeilen wie diesen l├Ąsst die Stadt seit dem Wochenende deutschlandweit aufhorchen. Noch gestern rangierte das Chemnitzer Stadtfest im Internet unter den meistdiskutierten Themen. Dabei war nach Darstellung der Veranstalter nicht wirklich viel passiert: Nach handfesten Auseinandersetzungen mit 13 Verletzten in der Nacht zu Freitag war tags darauf die Musik einfach abgedreht worden, als es kurz nach Mitternacht rund um die MDR Jump-B├╝hne an der Br├╝ckenstra├če erneut zu Rangeleien kam. Das zeigte Wirkung. Binnen kurzer Zeit, so schildern Besucher, l├Âste sich die Situation auf. Weil die Veranstaltung wenig sp├Ąter ohnehin h├Ątte beendet werden m├╝ssen, sei die Musik nicht wieder aufgedreht worden, hie├č es von den Veranstaltern. Auf allen ├╝brigen B├╝hnen habe man bis zum Ende durchgefeiert.

Dass daraus in vielen Medien ein "Abbruch" des Stadtfests wurde, geht im Wesentlichen auf einen einzigen Eintrag bei Facebook zur├╝ck. Lars Franke, Vorstandsmitglied der Chemnitzer AfD und einer der einflussreichsten Netzwerker in der hiesigen Asylgegnerszene, hatte den Beitrag noch in der Nacht als "Eilmeldung" in Umlauf gebracht. "Es brennt an allen Ecken des Festes", schrieb er. Allein vor der B├╝hne an der Br├╝ckenstra├če w├╝rden sich "300 bis 500angetrunkene Araber" tummeln, Frauen "dutzendfach" bel├Ąstigt. Als "Beleg" f├╝gte Franke mehrere Fotos und Videos bei. Sie zeigen allerdings nur tanzende und unbeschwert herumstehende junge Leute, unter ihnen viele Migranten. Und einen Sicherheitsdienst, der das Geschehen aufmerksam, aber augenscheinlich entspannt verfolgt.

Besucher des Festes, die am sp├Ąten Samstagabend an der Br├╝ckenstra├če unterwegs waren, sprachen sp├Ąter von einer zunehmend unbehaglichen Atmosph├Ąre. "Es war zum Schluss schon unheimlich", schilderte eine junge Frau. Von ├ťbergriffen oder dergleichen h├Ątten sie und ihre Begleiter nichts mitbekommen, allerdings Schubsereien zwischen jungen Migranten beobachtet.

Doch die Geschichte vom "Abbruch" des Festes kochte rasch hoch und wurde bald auch von vielen Onlineportalen weiterverbreitet. Pegida-Chef Lutz Bachmann meldete sich zu Wort, eine Reichsb├╝rger-Plattform stellte ein eilig erstelltes Video ins Netz, von "K├Âlner Verh├Ąltnissen" war die Rede.

Die Polizei, die am Wochenende f├╝r eine Einsch├Ątzung des aktuellen Geschehens nicht zur Verf├╝gung stand, legte ihre Bilanz des Stadtfestes gestern vor. Demnach waren ├╝ber die drei Tage hinweg 27 Straftaten zu verzeichnen - zwei mehr als im vergangenen Jahr, bei deutlich gestiegener Besucherzahl. Gut die H├Ąlfte waren K├Ârperverletzungen, zumeist unter Alkoholeinfluss. 16 Personen kamen zu Schaden. Zudem gab es sieben Diebst├Ąhle, zwei Bedrohungen, je einen Fall von Sachbesch├Ądigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Drogenbesitz. "In einem Fall wird wegen sexueller Bel├Ąstigung ermittelt", sagte eine Sprecherin. Berichte ├╝ber eine Messerstecherei konnte sie nicht best├Ątigen. Bei der Mehrzahl der Tatverd├Ąchtigen und der insgesamt acht in Gewahrsam Genommenen habe es sich um "Personen nichtdeutscher Herkunft" gehandelt, darunter Libyer und Syrer.

Auf wessen Veranlassung an der B├╝hne auf der Br├╝ckenstra├če das Programm vorzeitig beendet wurde, bleibt weiter offen. "Wir wussten davon nichts", hei├čt es von der Polizei. F├╝r die Beamten vor Ort habe es keinerlei Grund zum Eingreifen gegeben. MDR Jump hingegen behauptet das exakte Gegenteil. "Auf Bitten der Sicherheitskr├Ąfte hat das MDR Jump-Team an die Besucher appelliert, friedlich zu feiern", hei├čt es in einer Stellungnahme. "Ebenso kamen wir dem Wunsch der Einsatzzentrale der Polizei nach und beendeten unser B├╝hnenprogramm bereits 0.30 Uhr statt um 1 Uhr."

Stadtfest-Organisator S├Âren Uhle ist trotz der Negativ-Schlagzeilen davon ├╝berzeugt, dass mit dem Abdrehen der Musik genau richtig gehandelt wurde. "Wir haben pr├Ąventiv agiert, noch bevor etwas Schlimmeres passiert ist", sagte er.


FP vom 29.08.2017


Chemnitzer Stadtfest 2017:
Was der Veranstalter ├Ąndern will

Bei der Fete habe es eher ein Kommunikations- denn ein Sicherheitsproblem gegeben, so die Veranstalter. Was hei├čt das f├╝r die angedrohten Klagen?

Von Michael M├╝ller
erschienen am 06.09.2017

"Friedliches Familien- und Volksfest": Polizei und Veranstalter bleiben bei dieser Einsch├Ątzung zum Stadtfest 2017. Bei laut CWE 260.000 Besuchern wurden insgesamt 28 Straftaten registriert. Zum Vergleich: Zu Christi Himmelfahrt gab es im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz 61 Eins├Ątze.
Foto: Andreas Seidel

Nach Irritationen um die Sicherheitslage auf dem Stadtfest Ende August wollen Stadt und Veranstalter CWE ihre Kommunikationspolitik ├╝berdenken. "Wir m├╝ssen schauen, dass wir k├╝nftig anders und fr├╝hzeitiger auf solche Dinge reagieren", sagt CWE-Chef S├Âren Uhle. Am Festwochenende hatten Meldungen ├╝ber einen Abbruch des Stadtfestes f├╝r reichlich Verwirrung gesorgt. Sie waren unter Verweis auf angebliche Ausschreitungen in der Nacht zu Sonntag insbesondere ├╝ber Online-Medien massiv verbreitet worden.

Ausl├Âser war vor allem ein Facebook-Eintrag des Chemnitzer AfD-Vorstands Lars Franke. Dort hie├č es unter anderem: "Es brennt an allen Ecken des Festes." Allein an der B├╝hne auf der Br├╝ckenstra├če sei es Samstagnacht "dutzendfach" zu Bel├Ąstigungen von Frauen gekommen, nachdem sich dort "bestimmt 300-500 angetrunkene Araber (auf dem Stadtfest waren es einige tausend)" versammelt h├Ątten.

Polizei und Veranstalter indes sprachen von einem weitgehend friedlichen Fest. Bei 260.000 Besuchern seien ├╝ber alle drei Tage hinweg 27 Straftaten registriert worden, hei├čt es in einer Bilanz der Polizei; darunter eine wegen sexueller Bel├Ąstigung. Zumeist sei es um K├Ârperverletzungen gegangen. Bei der Mehrzahl der Tatverd├Ąchtigen handele es sich nicht um Deutsche.

Nach Ende des Festes war gemutma├čt worden, viele Gesch├Ądigte w├╝rden sich erst noch melden. Doch laut Polizei ging auch an den folgenden Tagen nur eine einzige weitere Anzeige ein - die eines aus Indien stammenden Mannes, der Opfer einer K├Ârperverletzung geworden sein soll. Auch in den B├╝ros der Opferhilfe Sachsen und des Wei├čen Rings meldete sich niemand wegen Vorf├Ąllen auf dem Stadtfest.

Im Internet allerdings schilderten junge Frauen unangenehme Erlebnisse w├Ąhrend des Festes - durchweg in Zusammenhang mit Migranten. "Ein wahrscheinlicher Fl├╝chtling hat mich fast bis nach Hause verfolgt/gestalked/halb bel├Ąstigt", schreibt beispielsweise eine 18-J├Ąhrige bei Facebook. "Ich habe mich dezent unwohl gef├╝hlt", ├Ąu├čert eine andere Frau, eine Dritte beklagt ein "Angegaffe und immer mehr Auf-die-Pelle-Ger├╝cke".

Doch trotz solcher und ├Ąhnlicher Wortmeldungen, trotz Hunderttausendfacher Verbreitung und etlicher Online-Kommentare: Auf eine "dutzendfache" Bel├Ąstigung von Frauen, die es allein in der Nacht zum Sonntag auf der Br├╝ckenstra├če gegeben haben soll, gibt es bislang keine weiteren Hinweise. Ebenso wenig auf Hunderte Angetrunkene, die sich dort daneben benommen haben.

Selbst erkl├Ąrte Migrationskritiker ├Ąu├čerten mittlerweile ihr Unverst├Ąndnis ├╝ber die Darstellungen. In Zeiten, in denen die AfD unter besonderer Beobachtung stehe, m├╝sse man mit solch einem "schwachsinnigen Post" nicht noch extra "Steilvorlagen" liefern, hie├č es bei Facebook an die Adresse des Urhebers. Nichtsdestotrotz wurden die Schilderungen ├╝ber Tage hinweg im Internet weiterverbreitet - und weiter aufgebauscht. Am Ende war von einem "Sex-Dschihad" die Rede und von "Hunderten Migranten", die das Stadtfest "├╝berfallen" h├Ątten. Au├čerdem von Zensur, weil Beitr├Ąge im Internet gel├Âscht worden seien.

In der Tat ist ein tausendfach verbreiteter Bericht eines an einer Schl├Ągerei beteiligten Deutschen seit einiger Zeit im Netz nicht mehr aufrufbar. Offen bleibt, ob vom Verfasser selbst veranlasst oder vom Betreiber wegen der enthaltenen Vergeltungsandrohung gesperrt. Facebook kommentiere derlei Einzelf├Ąlle grunds├Ątzlich nicht, sagte ein Sprecher.

Deutlicher ├Ąu├čerte sich hingegen Google ├╝ber das Verschwinden eines Videoclips, den bei Youtube eine Internetplattform sogenannter Reichsb├╝rger ├╝ber die angeblichen Vorf├Ąlle ver├Âffentlicht hatte. "Youtube hat klare Richtlinien, die festlegen, welche Inhalte ver├Âffentlicht werden d├╝rfen", sagte eine Sprecherin. "Wir l├Âschen Videos, die gegen diese Richtlinien versto├čen, wenn sie von unseren Nutzern gemeldet werden."

AfD-Mann Franke ├Ąu├čerte sich zufrieden ├╝ber das Echo auf seinen Beitrag. "Alles richtig gemacht", schrieb er bei Facebook. Juristische Schritte des Veranstalters muss er wohl nicht f├╝rchten, obwohl diese in Erw├Ągung gezogen worden waren. Die Erfolgsaussichten seien h├Âchst unklar, so die CWE gestern.


FP vom 06.09.2017


© infos-sachsen / letzte Änderung: - 15.02.2023 - 18:48