zur Erinnerung
"Heute ist alles tot und kaputt" : Ein halbes Jahr nach der Explosion - Beirut ist am Ende Pandemie, Hunger, Proteste. Über allem kreisen Kampfjets. Die Explosion im Hafen im August 2020 hat in der libanesische Hauptstadt jede Perspektive zerstört.

Thore Schröder - 02.02.2021

Aus dem Fenster von Tanios Ghanems Wohnung im vierten Stock ist die Autobahn zu sehen, dahinter erstreckt sich die Skyline von Beirut. Bis vor wenigen Jahren schien dort alle paar Wochen ein neues Hochhaus in den Himmel zu wachsen. Die Stadt leuchtete. Der 77-JĂ€hrige war stolz auf diesen Ausblick. Stolz, dass er mit anderen dieses Haus im Viertel Karantina gebaut hatte, dass er und seine Familie es aus ihrem Bergdorf nach Beirut geschafft hatten.

"Heute ist alles tot und kaputt", sagt er nun. Ohne Scheiben und unbewohnt wirken viele GebÀude in der Gegend wie hohle ZÀhne, nachts bleiben sie dunkel. Im angrenzenden Hafen klafft seit dem 4. August 2020 ein Krater, ringsherum herrscht noch immer Zerstörung. Die Ruine des Getreidesilos, auf der Unkraut wuchert, gekenterte Schiffe, bizarr verformte Container, Schrotthaufen. Die Folgen der Explosion.

Ground Zero. Schiffwracks und ein zerstörter Silo im Hafen von Beirut, wo am 4. August 2020 Tausende Tonnen Ammoniumnitrat...
Foto: Marwan Naamani/dpa

Die Regierung musste zurĂŒcktreten - und ist doch weiter geschĂ€ftsfĂŒhrend im Amt

Vor einem halben Jahr detonierte mitten in der libanesischen Hauptstadt eine riesige Menge Ammoniumnitrat. Waren es, wie anfangs vermutet, 2750 Tonnen oder weniger? Das ist bis heute genauso ungeklĂ€rt wie die Frage, wer die Verantwortung fĂŒr die Katastrophe trĂ€gt. 200 Menschen starben, 6500 wurden verletzt, 300.000 verloren ihre Wohnung.

Der StaatsprĂ€sident wusste von der jahrelangen Lagerung des hochgefĂ€hrlichen Stoffes mitten in der Hauptstadt, genauso wie der MinisterprĂ€sident. Die Regierung musste zurĂŒcktreten - und ist doch weiter geschĂ€ftsfĂŒhrend im Amt. Macht wird im Libanon ĂŒber ein kompliziertes Konfessionssystem verteilt. Das bestimmt auch darĂŒber, was aufgeklĂ€rt und angeklagt werden kann. Transparenz bleibt auf der Strecke, insbesondere im Hafen, an dem sich seit Jahrzehnten alle politischen Gruppen bereichern.

Zerstörte TrÀume. Das Haus, in dem Tanios Ghanem lebt, wurde bei der Explosion stark beschÀdigt.
Foto: Thore Schröder

Was macht das mit den BĂŒrgern, wie geht es weiter fĂŒr die Bewohner dieses besonders schwer getroffenen Teils von Beirut, dem Stadtteil Karantina?

"Vom Staat haben wir bis heute keine einzige Lira bekommen", sagt Tanios Ghanem. Das Sofa im Wohnzimmer ist seit der Explosion von Scherben durchlöchert, im Treppenhaus klebt noch getrocknetes Blut an den WĂ€nden. Der Nachbar aus dem fĂŒnften Stock hatte sich mit schweren Schnittwunden ins Freie geschleppt, insgesamt wurden im GebĂ€ude zwölf Personen verletzt.

Von außen wirkt das weiße Haus mit den dunkelgrau verkleideten Balkonen fast wieder intakt. Private Organisationen haben Fenster und TĂŒren instandgesetzt, auch den Fahrstuhl, was entscheidend ist, denn Ghanem und seine Frau Mona, 73 Jahre alt, wĂ€ren sonst in ihrer Wohnung gefangen. Sie können kaum noch laufen. Beide sind Diabetiker, sie leidet an Bluthochdruck, Atemnot, Epilepsie, ihm wurde nach der Explosion der Vorderfuß amputiert.

"Wir waren Gott sei Dank nicht in der Stadt, als es passierte, aber das alles hat mich so aufgeregt, dass ich eine EntzĂŒndung bekam", erzĂ€hlt er leise. Er steht auf, humpelt in die KĂŒche, bringt fĂŒr die GĂ€ste Clementinen und Schokowaffelbiscuits, dazu Seven-Up light. Als er zurĂŒck ins Wohnzimmer kommt, zieht ihm seine Frau den Überstrumpf ĂŒber seinem Stumpf zurecht. Dann atmet sie schwer und schaut wieder ins Leere.

Im BĂŒrgerkrieg herrschten die Milizen in der Gegend

In den 1830er-Jahren richteten die Osmanen in der NĂ€he des Beiruter Hafens eine QuarantĂ€nestation ein: La Quarantaine - Karantina. SpĂ€ter kamen GeflĂŒchtete aus Armenien, Kurdistan, PalĂ€stina und Syrien, dazu Leute vom Land wie die Ghanems. Tanios' Onkel Antonios hatte in einer Beiruter Bank gearbeitet, in den 50er-Jahren kaufte er in Karantina ein GrundstĂŒck, baute ein kleines Haus mit Bananen- und Feigenstauden im Garten. Im BĂŒrgerkrieg herrschten die Milizen in der Gegend, eines der blutigsten Massaker ereignete sich in der NĂ€he.

Private Organisationen haben den Fahrstuhl instandgesetzt. Ohne ihn wÀren die Ghanems in ihrer Wohnung gefangen.
Foto: Thore Schröder

Erst nach Ende der KĂ€mpfe 1990 konnten die Ghanems ihr Erbe antreten. Jahrzehntelang hatte Tanios fĂŒr das Wasserwerk in seinem Bergdorf gearbeitet, nun fand er Arbeit bei einer Spedition im Hafen Beiruts. "Unser Nachbar hier war Architekt, er hatte die Idee fĂŒr den Neubau", erzĂ€hlt er. Anfang der 90er-Jahre entstand der siebengeschossige Turm auf zwei kleineren GrundstĂŒcken, anstelle der alten HĂ€user. Die Ghanems nahmen drei Etagen darin in Besitz. In ein Stockwerk zog die Familie, zwei weitere vermietete sie an Handelsgesellschaften. Ein Lebenstraum ging in ErfĂŒllung.

Die Versicherungen zahlen nicht fĂŒr die SchĂ€den

"Die Miete der Firmen war unsere Rente", sagt Mona Ghanem. Vor zwei Jahren brach Libanons Wirtschaft zusammen. Die Banken hatten sich jahrelang durch eine Art Schneeballsystem finanziert. Nun kam kein Geld mehr nach, die Blase platzte. Die WĂ€hrung hat 80 Prozent ihres Wertes verloren. Ein Mieter der Ghanems wurde zahlungsunfĂ€hig, die anderen Firmen sind nach der Explosion nicht zurĂŒckgekehrt. "Die Versicherungen zahlen nicht fĂŒr die SchĂ€den", sagt Tanios Ghanem.

Er hat frĂŒh gelernt, nicht zu klagen, selbst wenn er von seinem zerstörten Leben erzĂ€hlt. "Charbel war 29 Jahre alt, frisch verlobt", sagt er ĂŒber seinen Sohn, dessen Fotos im Wohnzimmer zwischen Heiligenbildern stehen. Vor 13 Jahren erschoss sich der junge Mann versehentlich beim Putzen eines Jagdgewehrs. Rita, die jĂŒngste Tochter, ist unverheiratet, kĂŒmmert sich um die Eltern, doch ihr SekretĂ€rinnengehalt genĂŒgt kaum fĂŒr ihre eigene Versorgung. Marie-Claude, die Ă€ltere, muss als alleinerziehende Witwe auch ihre Eltern finanzieren, aber ihre Ersparnisse gehen langsam zur Neige. Allein die Medikamente von Tanios und Mona Ghanem kosten umgerechnet 170 Dollar im Monat, in Inflationszeiten ein Vermögen.

Die Familie Faraj floh vor mehr als zehn Jahren aus Syrien. Heute leben sie zu siebt in einem Raum.
Foto: Thore Schröder

Unten, im Erdgeschoss, wohnt der syrische Hausmeister Khalaf Faraj mit seiner Frau und fĂŒnf Kindern. Vor knapp zehn Jahren flohen sie aus dem BĂŒrgerkriegsland. Die Ein-Zimmer-Wohnung der Farajs ist mit 15 Quadratmetern gerade groß genug, um abends fĂŒr jeden der sieben eine dĂŒnne Matratze auszubreiten. Der Ă€lteste Sohn ist geistig behindert, liegt jede Nacht wach, manchmal wimmert er leise. Einen Weg zurĂŒck in die Heimat gibt es nicht. "Dann mĂŒssten meine Söhne zum MilitĂ€rdienst oder ich mĂŒsste stattdessen 15.000 Dollar EntschĂ€digung zahlen, die ich nicht habe", sagt der Vater. Faraj hat einst in Syrien Straßen asphaltiert, schon Ende der 90er-Jahre kam er zeitweise nach Beirut: "Hier gab es Arbeit und Dollars."

Seit 2010 ist keines ihrer Kinder in der Schule gewesen

Ein Land fĂŒr Aufsteiger ist der Libanon schon lange nicht mehr. Mittlerweile ist Khalafs Monatsgehalt auf 60 Dollar zusammengeschrumpft, kaum genug, um die Familie zu ernĂ€hren. "Oft gibt es bei uns nur ein paar Linsen", sagt Mutter Kamila. Seit 2010 ist keines der Kinder in der Schule gewesen. "Doch wir versuchen, ihnen zumindest etwas selbst beizubringen", erklĂ€rt Khalaf Faraj. Seine fĂŒnfjĂ€hrige Tochter Alim kommt aus dem Haus gestĂŒrmt, verlangt nach seinem Handy. Sie setzt sich auf seinen Schoß, schaut eine Unterrichtsstunde, Englisch auf Youtube: "Up and down, left and right". "Eines Tages wird sie auf eine internationale Schule gehen, in Europa, so Gott will", sagt der Vater. Die Farajs klammern sich an ihre TrĂ€ume, auch und besonders, wenn alles zusammenbricht, wie am 4. August.

Im Umfeld der Wohnung der Familie Faraj sind die Spuren der Explosion immer noch deutlich zu sehen.
Foto: Thore Schröder

"Ich bin aufgewacht von diesem gewaltigen Knall, da lag die Badezimmerwand auf meinem Bein", erzĂ€hlt der 20-jĂ€hrige Sohn Faris und zieht sein Hosenbein hoch, um eine breite Narbe zu zeigen. Auf seinem Handy hat er einen Film der Sekunden nach der Druckwelle gespeichert: herabgestĂŒrzte BĂ€ume und Bauteile, blutende, herumirrende Menschen.

Mit UnterstĂŒtzung einer privaten Hilfsorganisation hat Khalaf Faraj die WĂ€nde der Wohnung rekonstruiert und aus Altmetall einen Schrank unter die Decke geschraubt. "Jetzt hat jeder von uns zumindest ein eigenes Fach", sagt seine zwölfjĂ€hrige Tochter Ayad.

"Karantina ist ein Ort der multiplen Traumata", erklĂ€rt Howaida Al-Harithy, Architekturprofessorin an der American University von Beirut und Leiterin eines Projekts zum Wiederaufbau des Viertels. Knapp 3000 Menschen leben in dem Stadtteil, der zwar mitten in Beirut liegt, aber zwischen Hafen, Schnellstraßen und MĂŒllhalden wie mutwillig abgeschnitten wirkt, immer noch isoliert wie eine QuarantĂ€nestation. 70 Prozent der Bewohner sind Libanesen, die meisten anderen kommen aus Syrien.

"Es sollte eine langfristige Strategie geben", sagt Al-Harithy. Nicht nur Wiederaufbau sei gefordert, sondern neue Strukturen. Die großen MilitĂ€rkasernen mĂŒssten verschwinden, es brĂ€uchte endlich eine Schule, mehr Parks und Baurichtlinien, die auch kleinere Neubauten ermöglichen. Die Gefahr der Gentrifizierung durch Spekulanten sei durch die Wirtschaftskrise durchaus nicht gebannt. "Diese Leute denken sehr langfristig", warnt sie.

Der junge Helfer will bald weg. Abu Dhabi, USA, Europa, ganz egal

Die Notversorgung nach dem 4. August leisteten private Hilfsorganisationen und tausende junge Freiwillige. Der Staat, der die Katastrophe verantwortet hatte, war nicht zu sehen. "Wir haben uns schon in der Nacht nach der Explosion zusammengesetzt", erzĂ€hlt Rami Al-Hayek, ein 29-JĂ€hriger, der die Arbeiten von Offre Joie im Viertel leitet. Seine Organisation, deren Name ĂŒbersetzt "das GlĂŒck des Gebens" bedeutet, wurde im BĂŒrgerkrieg gegrĂŒndet und ist im ganzen Land tĂ€tig, ĂŒber Konfessionsgrenzen hinweg.

Al-Hayek wirkt mit seinem Augenbrauenpiercing und dem HolzfĂ€llerhemd wie ein Pfadfinder, spricht bisweilen aber wie ein Manager und Ingenieur, in drei Sprachen fließend. "Im August haben wir zunĂ€chst aufgerĂ€umt, die Menschen mit Lebensmitteln versorgt, MĂŒll entsorgt und Obdachlose evakuiert, dann begann der Wiederaufbau", sagt der Architekt. Er zeigt auf ein von innen und außen eingerĂŒstetes Haus aus Sandsteinblöcken: "Das ist um die hundert Jahre alt, war einsturzgefĂ€hrdet, wir haben es erst einmal gestĂŒtzt."

Der Architekt Rami Al-Hayek arbeitet fĂŒr die Organisation Offre Joie, die beim Wiederaufbau hilft.
Foto: Thore Schröder

ZunĂ€chst haben sich Offre Joie und die anderen NGOs ĂŒber Whatsapp koordiniert, erst nach einigen Wochen stellte die Armee zumindest eine digitale Karte zur VerfĂŒgung. Die verwĂŒsteten Stadtteile wurden in Sektoren eingeteilt und diese den NGOs zugewiesen. "Vieles können wir BĂŒrger leisten, aber ganz ohne den Staat geht es nicht", sagt Al-Hayek. Seine Arbeit in Karantina wird bald beendet sein, dann will er zurĂŒck nach Abu Dhabi, wo er schon vor der Pandemie gearbeitet hat. "Oder nach Amerika oder Europa, Hauptsache, in ein Land, das stabil ist."

Vor einigen Jahren, als es im Libanon zumindest noch ein bisschen bestÀndiger und sicherer zuging, war Karantina dabei, sich zu einer hippen Adresse zu entwickeln. Ausgerechnet die Gegend auf der anderen Seite des Viertels, wo es stinkt, weil dort Abfall entsorgt wird, erlebte den Zuzug teurer GeschÀfte, Clubs und Galerien. Vom "Meatpacking District" Beiruts war die Rede, in Anspielung auf das angesagte ehemalige Gewerbegebiet in New York.

Die Galerie-Direktorin sagt: "Es war sofort klar, dass wir wieder aufbauen werden"

Eine Vorreiterrolle hierbei spielte die Galerie Sfeir-Semler. Deren GrĂŒnderin AndrĂ©e Sfeir-Semler stammt aus einer Beiruter BĂŒrgerfamilie, ging in den 70er-Jahren nach Deutschland und grĂŒndete dort ihre erste Galerie, zunĂ€chst in Kiel, dann zog sie nach Hamburg. 2005 eröffnete sie ihre Beiruter Dependance auf 1200 Quadratmetern in einer ehemaligen Eisenfabrik. Auch dieses GebĂ€ude wurde am 4. August schwer getroffen, im vierten Stock bei Sfeir-Semler stĂŒrzte eine Decke herunter.

"Dieser Ort ist lĂ€ngst Teil unserer DNA geworden", sagt Direktorin LĂ©a Chikhani, als sie durch die nun wieder strahlend weißen Hallen fĂŒhrt. Sfeir-Semler ist eine der wichtigsten Kunstadressen des Landes, die Galerie hat maßgeblich dazu beigetragen, dass libanesische Gegenwartskunst heute in den wichtigsten Museen und Sammlungen der Welt vertreten ist. Der Standort in Beirut sei dafĂŒr maßgeblich, so Chikhani: "Es war sofort klar, dass wir wieder aufbauen werden."

Als die Druckwelle der Explosion die Galerie traf, fuhr sie gerade nach Hause. "Normalerweise arbeite ich um diese Zeit", sagt die Managerin, "doch wegen der Pandemie war weniger zu tun." 2020 gab es nur eine Ausstellungseröffnung, dann kam die Seuche, dann das Inferno.

Der KĂŒnstler Marwan Rechmaoui in den RĂ€umen der Galerie Sfeir-Semler. Wann seine nĂ€chste Ausstellung eröffnet, ist unklar.
Foto: Thore Schröder

Die RĂ€ume sind nun renoviert. Als nĂ€chstes soll Marwan Rechmaoui hier ausstellen. Der 56-JĂ€hrige hat aus industriellen Werkstoffen Modelle bekannter libanesischer GebĂ€ude geschaffen, darunter des MessegelĂ€ndes von Oscar Niemeyer in Tripoli und des Burj al Murr, eines Hochhaus-Rohbaus, von dem aus im BĂŒrgerkrieg die ScharfschĂŒtzen zielten. Dazu zeigt er geradezu dekorativ wirkende Werke, geschraubt aus den Resten der zerstörten Galeriefenster. Kunst als Wiederaufbau, zumindest als Verwertung.

Pandemie, Hunger, Proteste. Über allem kreisen Kampfjets

Rechmaoui steht zwischen seinen in Kisten verpackten Modellen und spricht ĂŒber das GefĂŒhl, immer wieder von vorn zu beginnen. "In der jĂŒngeren Geschichte ging es los mit der Ermordung von Rafiq al-Hariri", sagt er ĂŒber das Attentat auf den damaligen Premierminister 2005. Es folgten der Krieg zwischen der Hisbollah und Israel, die KĂ€mpfe zwischen Sunniten und Schiiten. "Die Revolution war unsere letzte Chance, hier etwas zu Ă€ndern", sagt Rechmaoui ĂŒber den Aufstand vom Herbst 2019. Doch statt Reformen folgten neue RĂŒckschlĂ€ge.

In diesen Tagen kreisen israelische Kampfjets ĂŒber Beirut, als Warnung an die Hisbollah-Miliz im SĂŒden der Stadt - und als Erinnerung an die Bevölkerung, dass es jederzeit wieder Krieg geben könnte. Der Libanon ist in einem strikten Corona-Lockdown, das Gesundheitssystem bricht zusammen, gleichzeitig hat es in Tripoli Hungerproteste mit Toten gegeben. "Dieses TriumphgefĂŒhl, jede Katastrophe zu ĂŒberstehen, habe ich schon lange nicht mehr", sagt der KĂŒnstler. Wann seine Ausstellung endlich eröffnet, ist unklar.

Quelle: tagesspiegel vom 02.02.2021



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