Namenstag
Arnold, Augustin, Evennar, Pius, Sigismund,
Kalenderblatt
2014 - Neues Punktesystem bei Verkehrsverstößen tritt in Kraft. Bei 8 Punkten ist die Fahrerlaubnis weg.
2004 - Mit einem Festakt im irischen Dublin würdigen die nun 25 Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union den Beitritt der zehn neuen Mitgliedstaaten: Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, die Slowakei, Slowenien, Ungarn, Malta und Zypern.
1979 - Nach 258 Jahren dänischer Herrschaft erhält Grönland die innere Selbstverwaltung.
1964 - Zum ersten Mal startet ein Computer mit der Programmiersprache BASIC.
1960 - Während des Kalten Krieges wird über der Sowjetunion ein U-2-Spionageflugzeug der USA abgeschossen. Der Pilot Francis Gary Powers gerät in sowjetischen Gewahrsam.
1933 - Der 1. Mai wird im Deutschen Reich erstmals als Feiertag begangen. Einen Tag später werden die Gewerkschaften von den Nationalsozialisten praktisch verboten.
1929 - In Berlin kommt es zum sogenannten Blutmai, als die Polizei auf einen von der Kommunistischen Partei Deutschlands organisierten Demonstrationszug von Arbeitern schießt.
1920 - Die sieben thüringischen Staaten Sachsen-Altenburg, Sachsen-Gotha, Sachsen - Meiningen, Sachsen- Weimar- Eisenach, Schwarzburg- Rudolstadt, Schwarzburg- Sondershausen und der Volksstaat Reuß schließen sich in Umsetzung der "kleinthüringischen Lösung" zum Land Thüringen zusammen. Coburg, dessen Bevölkerung sich mehrheitlich gegen einen Beitritt ausgesprochen hat, vereinigt sich hingegen zwei Monate später mit Bayern.
1916 - In Deutschland gilt die erste Sommerzeit. Der 1. Mai beginnt bereits am 30. April um 23:00 Uhr.
1889 - wurde der 1. Mai zum Feiertag der Arbeiterbewegung erklärt.
1827 - Die «Preußisch-Rheinische Dampfschifffahrtsgesellschaft» (PRDG) in Köln eröffnet die regelmäßige Dampfschifffahrt auf dem Rhein.
1757 - Als Reaktion auf den von Friedrich dem Großen ausgelösten Dritten Schlesischen Krieg schließen Österreich und Frankreich den zweiten Vertrag von Versailles, der auf eine Zerschlagung Preußens abzielt.
Quelle: 26.04.2020, 13:16 Uhr | sah, ron, t-online.de
Der Erste Mai – auch "Tag der Arbeit" oder Maifeiertag genannt – ist in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Seine politischen Wurzeln hat der 1. Mai allerdings in den USA.
Nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern weltweit – von Argentinien bis Zimbabwe, von der Türkei bis Tansania – gibt es den "Tag der Arbeit" am 1. Mai. In vielen Staaten ist er zudem ein gesetzlicher Feiertag.
Sein Ursprung geht zurück auf die US-amerikanische Arbeiterbewegung. Am 1. Mai 1886 riefen Handel- und Arbeitergewerkschaften zu einem mehrtägigen Generalstreik auf. Hauptgründe waren die schlechten Arbeitsbedingungen und die schlechte Bezahlung der Industriearbeiter.
Dass die Aktion auf diesen Termin gelegt wurde, war allerdings kein Zufall. Am 1. Mai, dem sogenannten "Moving Day", liefen in den USA traditionell alte Arbeitsverträge aus und es wurden neue geschlossen.
Hauptsächlich ging es den Streikenden darum, dass die tägliche Arbeitszeit auf acht Stunden verkürzt wird. Dafür kämpfte die Arbeiterbewegung in den USA bereits seit den 1860er-Jahren. Damals gelang es den Gewerkschaften zwar, die Arbeitszeit von dreizehn auf zehn Stunden zu verkürzen.
Dennoch malochten die Arbeiter weiterhin unter schlechten Bedingungen für das Land, das in der zweiten Welle der Industrialisierung zur weltweit führenden Wirtschaftsmacht aufstieg. Um den Achtstundentag endgültig durchzusetzen, beteiligten sich am ersten Tag des Generalstreiks in den USA rund 400.000 Beschäftigte aus 11.000 Betrieben. Ein Kundgebungsort war die Arbeiterstadt Chicago.
Am dritten Streiktag – es war der 3. Mai 1886 – kam es dort am Chicagoer Haymarket Square bei einer Kundgebung zu einem blutigen Zwischenfall. Nach offiziellen Angaben warfen Anarchisten und linke Radikale eine Splitterbombe auf Polizeibeamte. Das Chaos brach aus. Die Polizei eröffnete das Feuer. Einige Demonstranten schossen zurück.
Am Ende des Tages waren sieben Polizisten und mindestens vier Arbeiter tot sowie Dutzende verletzt. Der Zwischenfall hatte ein juristisches Nachspiel. In einer Gerichtsverhandlung, der sogenannten "Haymarket Affair", wurden sieben Todesurteile gegen die Anführer gefällt, vier wurden vollstreckt.
Das blutige Ende des Streiks führte letztendlich doch dazu, dass ein Teil der Forderungen umgesetzt wurde. Seit dem 1. Mai 1890 haben die US-Amerikaner nach acht Stunden Arbeit frei.
Nach dem Haymarket-Zwischenfall von 1886 wurde der 1. Mai zum Kampftag für den Achtstundentag – auch in Europa. In Deutschland beteiligten sich 1890 bereits rund 100.000 Arbeiterinnen und Arbeiter an den Demonstrationen, zum Beispiel in Berlin, Dresden und Hamburg – trotz des sogenannten "Sozialistengesetzes".
Das seit 1878 gültige Dekret verbot sozialistische, sozialdemokratische und kommunistische Versammlungen, bei denen die soziale Lage angeprangert und das politische System infrage gestellt wurde.
In Hamburg kam es zu einem besonders hart geführten Streik, an dem sich zeitweise bis zu 20.000 Arbeiter beteiligten. Er zog sich bis in den Sommer 1890 hin, jedoch ohne dass die Forderungen nach einem Achtstundentag durchgesetzt werden konnten.
In den folgenden Jahrzehnten engagierte sich die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) dafür, den 1. Mai als gesetzlichen Feiertag durchzusetzen. Im April 1919 war es schließlich so weit: Die Nationalversammlung der Weimarer Republik erklärte den "Tag der Arbeit" erstmals deutschlandweit zum gesetzlichen Feiertag – allerdings nur für das geltende Jahr.
Zwar blieb der "Tag der Arbeit" in Lübeck, Sachsen und Schaumburg-Lippe als gesetzlicher Feiertag bestehen, im übrigen Deutschland wurde er jedoch wieder abgeschafft. Dennoch riefen die Gewerkschaften zu Maifeiern und politischen Aktionen auf.
Im Jahr 1933 führten die Nationalsozialisten den "Tag der Arbeit" erneut deutschlandweit als gesetzlichen Feiertag ein – missbrauchten ihn aber für ihre eigene Propaganda, um die Arbeiterschaft auf ihre Ziele einzuschwören. Adolf Hitler ließ die Gewerkschaften zerschlagen, ihre Häuser besetzen und Funktionäre verhaften. Der 1. Mai war fortan als staatlich verordneter "Feiertag der Nationalen Arbeit" Hintergrund für Paraden, Aufmärsche und Leistungsschauen der deutschen Wirtschaft.
Als Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in vier Besatzungszonen aufgeteilt wurde, bestätigten die Alliierten den 1. Mai als Feiertag. Ost und West begingen dieses Datum allerdings recht unterschiedlich:
In der DDR war der 1. Mai der "Internationale Kampf- und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialismus" – eine Pflichtveranstaltung, bei der die DDR-Bürger an Tribünen mit Parteimitgliedern und Ehrengästen vorbeimarschieren mussten.
In der BRD organisierten die Gewerkschaften die Maikundgebungen, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen. Die Demonstrationen wurden mit kulturellen Veranstaltungen kombiniert. Neben den Großveranstaltungen gab es seit Ende der 1980er-Jahre auch gewaltsame Demonstrationen autonomer Gruppen, vor allem in Berlin.
Deshalb versuchte die Polizei seit den 2000er-Jahren gezielt mit Familienfesten gegenzusteuern. So wurde 2003 das Berliner "Myfest" ins Leben gerufen, um Krawallen und gewalttätigen Ausschreitungen im Stadtbezirk Kreuzberg etwas entgegenzusetzen.
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