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14. Februar
Namenstag
Cyrill, Giovanni, Valentin,

Kalenderblatt

14. Februar: - Am Tag des heiligen Valentin wurden im Mittelalter große Gastmähler gehalten.Jetzt beginnt die eigentliche «närrische Zeit«, die Karnevalsgesellschaften geben große Bälle, überall werden Künstler- und Maskenfeste gefeiert. In den angelsächsischen Ländern schickt man seinen Kollegen und Freunden am Valentinstag kleine Geschenke oder Blumen.


2005 - Die Gründer Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim registrieren die Webadresse für ihr Video-Internetportal YouTube.


2003 - Klonschaf Dolly wird wegen einer Lungenentzündung eingeschläfert. Dolly wurde 1996 als erster Klon eines erwachsenen Säugetieres geboren.


1989 - Es war eine der größten, menschen­gemachten Katastrophen der Moderne: Bei der Explosion in der Chemiefabrik Union Carbide im indischen Bhopal starben tausende Menschen. Bis heute leiden die Bewohner in der Region an den Nachwirkungen – das Strafmaß für den US-Konzern fiel milde aus.


1984 - Der Katholizismus als Staatsreligion wird in Italien abgeschafft.


1983 - Im Münchner Universitätsklinikum Großhadern findet die erste Herz-Lungen-Transplantation in Deutschland statt. Der 27-jährige Patient stirbt am 23. Februar an Leber- und Nierenversagen.


1950 - Die Sowjetunion und die Volksrepublik China schließen in Moskau einen Freundschafts- und Beistandspakt.


1934 - Ein Jahr nach ihrer Machtergreifung lösen die Nationalsozialisten den Reichsrat auf, die Vertretung der Länder der Weimarer Republik.


1929 - Als «St. Valentins-Massaker» geht die Ermordung von sieben Gangstern einer rivalisierenden Gang durch Männer um Al Capone in Chicago in die Annalen der Kriminalgeschichte ein.


1918 - In Russland löst der Julianische Kalender den Gregorianischen Kalender ab.


1876 - Der Schotte Alexander Graham Bell stellt das erste brauchbare Telefon vor.


1349 - Am Valentinstag werden bei einem Pogrom in Straßburg (Frankreich) bis zu 2000 Juden verbrannt. Viele Menschen machten Juden für die damals in Europa grassierende Pest verantwortlich.


Valentinstag

Am 14. Februar begeht die Kirche allährlich den Gedenktag des heiligen Valentin (Valentinstag). Darüber hinaus wird er aber weltweit auch als Tag der Liebenden gefeiert.

Wer war der heilige Valentin?

Heiliger Valentin - Valentinstag Der überlieferung nach war Valentin ein armer Priester, der im dritten Jahrhundert unter dem nicht christenfreundlichen Kaiser Claudius II. in Rom lebte. Laut Legende schenkte er den frisch verheirateten Paaren Blumen aus seinem Garten. Außerdem sollen die Ehen, welche durch ihn geschlossen wurden, immer unter einem guten Stern gestanden haben. Nach der überlieferung heilte er auch ein blindes Mädchen.

Valentin traute ebenfalls Soldaten, die laut kaiserlichem Befehl unverheiratet bleiben mussten, nach christlichem Zeremoniell. Vermutlich war dies der Anlass, dass Valentin am 14. Februar des Jahres 269 auf Befehl von Kaiser Claudius II. in Rom enthauptet und somit zum Märtyrer wurde. Der heilige Valentin gilt als Patron der Liebenden, Verlobten und der Bienenzüchter.

Weitere Ursprünge des Valentinstages

Der Valentinstag als Tag der Liebenden hat aber wahrscheinlich noch einen weiteren Ursprung im nahenden Frühling. Denn Mitte Februar beginnt die Paarungszeit der Vögel. Zudem war dieser Tag im römischen Reich ursprünglich der Göttin Juno (Beschützerin von Ehe und Familie) geweiht. Einerseits wurden der Göttin Juno an diesem Tag Blumen geopfert und andererseits schenkte man den Frauen Blumen. Die jungen Mädchen gingen an diesem hohen Festtag auch in den Juno-Tempel, um sich ein Liebesorakel für die richtige Partnerwahl zu holen. Ebenfalls fanden am 14./15. Februar schon zuvor die sogenannten römischen Luperkalien (Fest der Wölfin) statt, bei denen die Geschlechtsreiferituale zur ersten Menstruation von Mädchen abgehalten sowie nach erlangter Reife Ehen geschlossen wurden.

Interessant ist, dass der 14. Februar früher auch negativ belegt war, was in Sprichwörtern und Redensarten überliefert ist. So sollte Judas Ischariot an einem 14. Februar geboren sein, weshalb der Valentinstag im Mittelalter auch als Unglückstag galt. Reiche und schlechte Menschen sollten sterben, falls es an diesem Tag donnerte. Am Valentinstag geborene Tiere wurden nicht für die Zucht eingesetzt. Ob Mensch oder Tier, wer am Valentinstag geboren wurde, sollte angeblich kein Glück haben und früh sterben.

Die Kirche feierte ursprünglich Weihnachten am 6. Januar und nach vierzig Tagen dementsprechend Mariä Lichtmess am 14. Februar. Mit der Verschiebung des Weihnachtsfestes in den Dezember rückte Mariä Lichtmess dann auf den 2. Februar.

Zur Herkunft der Valentinstag-Bräuche

Der Valentinstag in seiner heutigen Form gewann in Deutschland erst nach dem 2. Weltkrieg an Bedeutung. Englische Auswanderer nahmen ihre Bräuche zum Valentinstag mit in die neue Welt. US-Soldaten brachten ihre dann nach dem Krieg nach Deutschland. In Nürnberg wurde 1950 der erste Valentinsball veranstaltet und der Valentinstag damit in die Gesellschaft eingeführt.

Das Valentinstags-Orakel und andere Traditionen

Hohenzollernbrücke in Köln: Sogenannte Liebesschlösser werden seit Jahren an der Brücke befestigt.
(Quelle: liebesschloss24.de)

Ebenfalls aus früheren Jahrhunderten stammt die Vorstellung, dass junge Mädchen am Valentinstag ihrem zukünftigen Ehemann begegnen. Je nach Region und Land galten verschiedene Dinge als Orakel. So sollten junge Frauen mancherorts in der Nacht vor dem Valentinstag von ihrem Zukünftigen träumen, wenn sie vorher hart gekochte Eier gegessen hatten.

Soziologen erklären die angelsächsische Erfolgsgeschichte dieses Spektakels – genau wie den ähnlich gelagerten Brauch des Weihnachtskusses unter dem Mistelzweig – mit dem Puritanismus der Amerikaner und Briten. Urheber der Mode, das Schicken dieser Karten mit Blumen zu verbinden, soll der Schriftsteller Samuel Pepys gewesen sein, der am 14.02.1667 seiner Gattin auf hellblauem Papier mit goldenen Initialen einen Liebesbrief schrieb, woraufhin sie ihm begeistert einen Blumenstrauss schickte. Von da an wurde die Verbindung von Brief und Blumen in der Oberschicht der britischen Gesellschaft nachgeahmt.

Hintergrund-Infos / Drei Heilige Valentin

Darstellung des Hl. Valentin.

Es gibt drei Heilige mit dem Namen Valentin, die im Laufe der Kirchengeschichte von Gläubigen verehrt wurden. Dementsprechend gibt es dazu viele verschiedene Legenden. Der 14. Februar war schon im 4. Jahrhundert in Rom der Gedenktag des Valentin, Bischof von Terni. Der 7. Januar wurde im 5. Jahrhundert dem Valentin, Bischof in Rätien, zugedacht. Am 3. November, bzw. ebenfalls am 14. Februar, feierte man den Priester Valentin von Viterbo, für dessen Verehrung sich seit dem 8. Jahrhundert Zeugnisse finden lassen. Heute steht in den kirchlichen Kalendern kein Valentin mehr, denn das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) hat alle genannten Valentins bei der Kalenderreform aus dem Heiligenkanon gestrichen, weil sie unhistorisch sind.

Zu Valentin von Terni heißt es in einer Legende z.B.: Im 3. Jahrhundert habe Kaiser Claudius Goticus Soldaten verboten, sich christlich trauen zu lassen. Er meinte, dass unverheiratete Männer mit mehr Elan in den Krieg zögen als verheiratete. Bischof Valentin hätte sich dem widersetzt und Paare heimlich getraut. Dafür habe er am 14. Februar 268 den Märtyrertod sterben müssen. Diese und andere Legenden stellenden Bischof als Liebespatron dar. Im Mittelalter gab es für den Valentinstag auch den deutschen Namen Vielliebchentag.

Im Mittelalter riefen Gläubige die Heiligen Valentin und Vitus (=Veit) zur Hilfe bei Fallsucht = Veitstanz = Epilepsie an. Mittelalterliche Gemälde stellen Valentin oft als Bischof mit Heiligenschein dar, zu dessen Füßen sich ein Kranker krümmt.


Quellen: vivat.de / brauchiki.de



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