Namenstag
Cuthbert, Jolanda, Jutta, Sernin,
Kalenderblatt
2016 - 30 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl in der Ukraine verschließen Spezialisten die Atomruine mit einer mehr als 30.000 Tonnen schweren Schutzhülle. Die Installation des Schutzmantels hatte am 14. November begonnen.
2012 - Mit großer Mehrheit erkennt die UN-Vollversammlung Palästina als Staat mit Beobachterstatus bei den Vereinten Nationen an. Deutschland enthält sich der Stimme. Am nächsten Tag kündigt Israel den Ausbau von Siedlungen in Ost-Jerusalem und im Westjordanland an.
2009 - In der Schweiz wird der Bau neuer Minarette verboten. Dafür spricht sich bei einer Volksabstimmung eine überraschend klare Mehrheit von 57,5 Prozent aus.
1978 - In Bonn wird ein Protokoll über den Verlauf der innerdeutschen Grenze unterzeichnet, das die strittigen Abschnitte an der Elbe und der Bode ausklammert. Die gemeinsame Grenzkommission beider deutscher Staaten beendet mit diesem Ergebnis ihre Tätigkeit.
1960 - Per Gesetz entstehen die Deutsche Welle für Auslandssendungen und der Deutschlandfunk.
1952 - Gustav Heinemann und Helene Wessel gründen in Frankfurt/Main mit weiteren politischen Freunden die Gesamtdeutsche Volkspartei (GVP). Die Partei, die nur bis 1957 besteht, tritt für ein wiedervereinigtes, neutrales Deutschland ein.
1947 - Die Teilung Palästinas in einen arabischen und einen jüdischen Staat wird von der UNO-Vollversammlung beschlossen.
1945 - Jugoslawien erklärt sich zu einer "Föderativen Volksrepublik".
1864 - Die Ermordung von mindestens 400 Cheyenne und Arapaho geht als Sand Creek Massaker in die Geschichte der USA ein. Die amerikanischen Ureinwohner wähnten sich unter dem Schutz der US-Regierung.
1850 - Preußen schließt mit dem Kaisertum Österreich und Russland die "Olmützer Punktation". Darin muss es seine Unionspolitik aufgeben und verzichtet auf den Führungsanspruch in Deutschland und auf die Kleindeutsche Lösung.
1830 - Während des Warschauer Novemberaufstandes zwingen Polen den von Moskau eingesetzten Großfürsten Konstantin zur Flucht nach Russland. Die polnischen Freiwilligenverbände besiegen die russischen Besatzungstruppen innerhalb einer Woche. Es kommt zu einer russisch-preußischen Gegenoffensive. Die polnische Revolution wird mit der Kapitulation Warschaus am 8. September 1831 beendet.
Keine Sorge, die Tradition der Weihnachtsgeschenke ist keine Erfindung des Einzelhandels. Sie reicht sogar bis zu den alten Römern zurück, die sich durch gegenseitige Gaben Glück für das neue Jahr erhofften. Die Bescherung unter dem Tannenbaum, wie wir sie heute kennen, ist allerdings erst im 18. Jahrhundert entstanden. Früher sollten die Gaben auch eher einen pädagogischen Aspekt erfüllen, um die Kinder für ihr gutes Verhalten zu belohnen.
In den USA spannt der amerikanische Santa Claus seine neun Rentiere vor seinen Schlitten. Sie heißen: Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donder, Blitz und natürlich Rudolf. Doch müssten die berühmten Geweihträger nicht eigentlich weibliche Vornamen haben? Denn Fakt ist: Jedes Jahr werfen die männlichen Rentiere ihre Geweihe ab, nur die Kühe behalten ihre stolze Pracht noch bis zum Frühjahr.
Happy End einer nordischen Göttersage: Da heißt es, dass der Mistelzweig die heilige Pflanze der Liebesgöttin Frigg war. Doch ihr Sohn Balder wurde ausgerechnet mit einem Pfeil aus diesem Zweig getötet. Nur mit größter Mühe konnte Frigg ihn ins Leben zurückholen. Aus Freude darüber küsste sie jeden, der unter dem Baum entlangging, von dem der verhängnisvolle Ast stammte.
Eine mögliche Verwandtschaft besteht zu dem ostfriesischen Wort "Spikelätsje". Das wiederum hat seinen Ursprung im niederländischen "speculatie", was im 18. Jahrhundert plastisch geformtes Zuckerwerk beschrieb. Andere Quellen führen den Namen auf "Speculator" zurück, wie der heilige Nikolaus auch genannt wurde. Traditioneller Backtag für die leckeren Kekse aus würzigem Mürbeteig soll früher nämlich der sechste Dezember gewesen sein.
Die hübsche Zierpflanze mit den leuchtend roten Blättern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen. Das bedeutet: Der im Pflanzenkörper gespeicherte Milchsaft ist leicht giftig und kann zu Hautreizungen führen. Aber keine Sorge, die gefährlichen Bestandteile des Weihnachtssterns, die sogenannten Diterpene, sind nur in wild wachsenden Pflanzen vorhanden. Funkelnde Exemplare aus dem Blumengeschäft können bedenkenlos gekauft werden.
Das besinnliche Markttreiben verdanken wir dem sächsischen Kurfürsten Friedrich II. (1412-1464). Er schenkte seinem in Dresden lebenden Bruder Sigismund 1434 "am Tag vor dem Heiligen Christabend" einen eintägigen Fleischmarkt. Dieser kam beim Volk so gut an, dass er jedes Jahr wieder stattfand und immer größer wurde.
Bereits vor 3.000 Jahren tauchten die Bewohner des Orients Stroh in Fett, um eine ausdauernde Lichtquelle zu erzeugen. Das stank jedoch fürchterlich. Da waren die niedrigen Talglichter, die die Römer seit dem 2. Jahrhundert n. Chr. verwendeten, schon besser. Aber erst als der Franzose Jules de Cambacérès um 1828 den geflochtenen Docht entwickelte, fand die Kerze zu ihrer heutigen Form.
Wie recht Opa Hoppenstedt im Loriot-Sketch doch hat. Der glänzende Baumschmuck ist in den vergangenen 20 Jahren um fast 70 Prozent zurückgegangen. Lametta kommt übrigens vom italienischen Wort "Lama", das Metallblatt bedeutet. Die Glitzerfäden sollen Eiszapfen darstellen.
Heute gehört eine schön geschmückte Nordmanntanne - oder ein ähnlicher Nadelbaum - zum Fest der Liebe dazu. Dabei war der erste deutsche Weihnachtsbaum viel exotischer. 1570 stand im Bremer Zunfthaus der Handwerker eine Dattelpalme. Diese wurde mit kleinen Köstlichkeiten geschmückt und nach den Feiertagen gemeinsam geplündert.
Seitdem im 18. Jahrhundert in Deutschland vermehrt Kaffee und Tee getrunken wurde, gab es dazu auch Zuckergebäck - Plätzchen genannt. Das Wort leitet sich vom Lateinischen "Plazenta" (deutsch: "Kuchen") ab. Kekse wiederum entstanden im 19. Jahrhundert nach dem Vorbild der "English cakes". So wurde der Zwieback auf englischen Schiffen genannt. Plätzchen sind also zuckrig-süß, Kekse eher nahrhaft.
Die älteste Figur stammt aus dem Jahr 1591 und ist heute im Wiener Völkerkundemuseum zu sehen. Wer sie schuf, ist leider nicht bekannt. Doch die Ära der kunstvollen Helfer läutete auf jeden Fall der aus dem Erzgebirge stammende Zimmermann Friedrich Wilhelm Füchtner (1844-1923) ein. Er kam 1870 auf die Idee, Nussknacker nicht mehr von Hand zu schnitzen, sondern an der Maschine zu drechseln.
Staunend hielt Frank Winfield Woolworth (1852-1919) eine mundgeblasene Weihnachtskugel aus Lauscha (Thüringen) in die Höhe. "So was brauchen wir in Amerika auch", dachte er sich. Kurz entschlossen ließ der Geschäftsmann 1880 Dutzende von Kisten mit Christbaumkugeln in die USA verschiffen und verkaufte sie dort in seinen berühmten Warenhäusern. Von dort verbreiteten sich die hübschen Deko-Stücke über die ganze Welt.
Nein, hier handelt es sich nicht um gehäufte Schlägereien im Pub zur Weihnachtszeit. Der "Boxing-Day" hat alte Tradition. Denn früher überreichten Arbeitgeber ihren Angestellten an diesem Tag das Weihnachtsgeld und ein Geschenk in einer Schachtel, auf Engllisch: box. Und genau diese Geste feiern die Briten noch heute.
Wenn wir uns nach dem Forschungsergebnis australischer Astronomen richten, würden wir Heiligabend eigentlich im Sommer feiern. Die errechneten nämlich, wie die Sterne vor rund 2 000 Jahren über dem Heiligen Land standen. Ihre Daten verglichen sie mit entsprechenden Angaben aus der Bibel. Fazit: Maria müsste das Jesuskind am 17. Juni zur Welt gebracht haben.
Die Schweden feiern zum Beispiel einen Ziegenbock. Ursprünglich stand die aus Stroh gemachte Figur, der "Julbock", für reiche Ernte. Mittlerweile steht der rund 13 Meter hohe Julbock auf dem Schlossplatz in Gävle im Guinness-Buch der Rekorde. Kleinere Varianten schmücken den heimischen Weihnachtsbaum. Andere Länder, andere Sitten. Das gilt auch für die Isländer. Denn seit Jahrhunderten bringt dort nicht etwa ein Weihnachtsmann die Geschenke, sondern 13 Weihnachtszwerge. Vom 12. bis zum 24. Dezember kommt jeden Tag ein anderer, deshalb hat der isländische Adventskalender auch nur 13 Fensterchen.
Quelle: superillu
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