Willkommen in Sachsen, am 04.07.2026
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04. Juli
Namenstag
Berta Elisabeth, Ulrich,

Kalenderblatt

4.Juli: - Der heilige Ulrich, Bischof von Augsburg, verteidigte die Stadt gegen die Ungarn, die 955 unter Otto auf dem Lechfeld besiegt wurden.


2012 - Nach internationalen Protesten lehnt das Europäische Parlament das Freihandelsabkommen ACTA ab.


1999 - Raubgräber entdecken in Sachsen-Anhalt die «Himmelsscheibe von Nebra». Die 3600 Jahre alte, grünlich schimmernde Scheibe zeigt die weltweit älteste bekannte, konkrete Darstellung astronomischer Phänomene.


1989 - Eine führerlose sowjetische MiG überfliegt die DDR, die BRD, die Niederlande und stürzt in Belgien auf ein Haus. Ein 18-Jähriger stirbt. Der Pilot hatte bereits über Polen das Flugzeug per Schleudersitz verlassen.


1987 - Klaus Barbie, der Gestapo-Chef von Lyon, wird zu lebenslanger Haft verurteilt.


1961 - An Bord von »K-19«, dem ersten atomgetriebenen U-Boot der Sowjetmarine, fällt die Reaktorkühlung aus. Acht Besatzungs­mitglieder werden sofort tödlich verstrahlt, 20 weitere sterben später an den Folgen.


1958 - Erstmals ist der Verteidigungsetat mit 10 Mrd. Mark der größte Posten im Bundeshaushalt.


1946 - Die Philippinen werden nach 48-jähriger US-Herrschaft souverän. Die USA dürfen jedoch in ihrer früheren Kolonie noch weitere 99 Jahre militärische Stützpunkte unterhalten.


1913 - Der Chemiker Fritz Klatte erhält das Patent für seine Erfindung, den Kunststoff Polyvinylchlorid, kurz PVC.


1776 - Die 13 englischen Kolonien an der Ostküste Nordamerikas erklären in der «Declaration of Independence» ihre Unabhängigkeit von Großbritannien. So begründen sie am späteren Nationalfeiertag die Vereinigten Staaten von Amerika.


Handwerker aus Sachsen-Anhalt verlangen Ende der Russland-Sanktionen
In einem Brief an Olaf Scholz fordert ein ostdeutscher Handwerksverband das Ende aller Russland-Sanktionen. "Die breite Mehrheit ist nicht gewillt, für die Ukraine ihren schwer erarbeiteten Lebensstandard zu opfern." Quelle: Spiegel vom 19.08.2022)

Wegen Preisexplosion: Vogtländer schicken Wut-Brief an Habeck:
Im Brief heißt es dazu: "Konkret haben wir den Eindruck, dass aus der emotionalen Empörung über den Angriffskrieg der Russischen Föderation auf die Ukraine politische Entscheidungen resultieren, deren Auswirkungen gravierende Folgen für die Bevölkerung in unserem Land haben werden (...)" Quelle: Tag24 vom 01.08.2022)

Bürgermeister sprechen sich für Nutzung von Nord Stream 2 aus. Quelle: Brief an die Bundesregierung (welt.de vom 28.07.2022)

Eine starke Wirtschaftsleistung ist die Grundlage für Deutschland, überhaupt reagieren zu können, egal in welcher Dimension. (...) Wir helfen der Ukraine nicht, wenn wir uns selbst schwächen. Genau das würde aber passieren bei einem sofortigen Energie-Stopp. Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius

"Ich möchte dazu ermutigen, auch zukünftig die Welt immer auch mit den Augen des Anderen zu sehen, also auch die manchmal unbequemen und gegensätzlichen Perspektiven des Gegenüber wahrzunehmen, sich für den Ausgleich der Interessen einzusetzen". Angela Merkel. Großer Zapfenstreich 02.12.2021

Alarmstufe Gas gilt

Erst im Mai 2022 billigte der Bundestag eine Änderung des Energiesicherheitsgesetzes (EnSiG), das den Energielieferanten erlaubt, im Fall einer ausgerufenen Alarmstufe die Preise direkt an die Verbraucher weiterzugeben.

Dabei ist es völlig egal, ob Kundinnen und Kunden eine Preisgarantie unterschrieben haben. Die Unternehmen können die Preise anheben - und Betroffene können nichts dagegen tun.

Zu den Artikeln aus Focus und Tagesspiegel

Anderer Blick der Woche


Tabelle zeigt Riesen-Unterschied zu Rentnern: Pensionär müsste man sein

Dirk Hoeren

20.01.2026 - 04:36 Uhr

Zwei-Klassen-Gesellschaft: Die Unterschiede zwischen der Höhe der Rente und der Höhe der Pensionen werden immer größer

Foto: picture-alliance / Andreas Gebert

Berlin - Die Pensionslawine über unsere Staatskasse kommt immer schneller in Fahrt: Die Zahl der Beamten-Pensionäre legt weiter zu und ihre Bezüge steigen deutlich. Im vergangenen Jahr zahlten Bund, Länder und Kommunen fast 66 Milliarden Euro nur für die Altersversorgung der Staatsdiener und ihrer Hinterbliebenen. Inzwischen leben 1,42 Millionen Pensionäre (+0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und 382.100 ihrer Hinterbliebenen (+0,5 Prozent) von der staatlichen Altersversorgung.

Laut Statistischem Bundesamt bezogen die Pensionäre vergangenes Jahr im Schnitt 3604 Euro im Monat und frühere Beamtinnen 3051 Euro. Das sind 5,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Altersrente lag 2024 bei 1405 Euro (Frauen 1271 Euro). Sie betrug also nur etwa 39 Prozent (Frauen: 41,7 Prozent) der Beamtenpension.

Warum sind die Pensionen im Vergleich zu den Renten so hoch?

Die Staatsdiener profitieren vor allem davon, dass sich ihr Ruhegeld vom letzten Gehalt ableitet. Im Gegensatz dazu wird die Rente auf Basis des im gesamten Arbeitsleben bezogenen Lohns berechnet. So wirken sich bei Rentnern Zeiten der Ausbildung, Arbeitslosigkeit oder Niedriglohn-Phasen direkt auf die Rente aus. Beamte bekommen für jedes Jahr Arbeit knapp 1,8 Prozent des letzten Gehaltes als Pension. Nach 40 Jahren gibt es die Höchstpension von 71,75 Prozent.

Tabelle zeigt Unterschiede zu Rentnern

Für ein Jahr Arbeit bei dem Gehalt gibt es im Alter:
Besoldungs-
gruppe
Amtsbezeichnung Gehalt* Pensionsanspruch.** Rentenanspruch
eines Arbeitnehmers
A4 Betriebsmeister3157,7656,08 29,76
A5 Oberamtsmeister3259,4657,89 30,71
A6 Sekretär3416,1160,67 32,19
A7 Polizeimeister 3684,1065,43 34,72
A8 Oberbrandmeister3982,3270,73 37,53
A9 Kriminalkommisar4283,3076,0740,36
A10Oberinspektor4774,5384,8044,99
A11Amtmann5299,7294,1249,94
A12Polizeihauptkommissar5814,97103,2754,80
A13Oberamtsrat6427,89114,16 60,57
A14Konsul Erster Klasse6972,92123,8465,71
A15Museumsdirektor7846,32139,35 73,94
A16Botschafter8716,97154,81 79,63
B1 Direktor7846,32139,3573,94
B2Abteilungsdirektor 9080,76161,27 79,63
B3 Oberst 9603,10170,55 79,63
B4 Direktor10.149,51 180,25 79,63
B5 Bundesbankdirektor 10.776,64 191,39 79,63
B6 Generalkonsul11.372,63201,98 79,63
B7 Generalmajor11.947,35 212,18 79,63
B8 Präsident Statistisches Bundesamt12.548,95222,8779,63
B9 Ministerialdirektor13.294,99236,12 79,63
B10Admiral15.612,33277,2779,63
B11Staatssekretär 16.084,36285,6679,63
*Bundesbeamte, Grundgehalt letzte Erfahrungsstufe ohne Zulagen. ** Nur auf das Grundgehalt

So erhält z. B. ein Polizeimeister des Bundes in der höchsten Erfahrungsstufe nur auf sein Grundgehalt für ein Jahr Arbeit einen Pensionsanspruch von 65,43 Euro im Monat (siehe Tabelle). Nach 40 Jahren Arbeit wären es also 2617 Euro. Ein Arbeitnehmer mit gleichem Gehalt käme dagegen nur auf 34,72 Euro Monatsrente für ein Jahr Arbeit und nach 45 Arbeitsjahren auf 1562 Euro.

Zudem gibt es für Beamte keine Grenzen nach oben: Für ein Jahr Arbeit erhält ein Staatssekretär mit einem Grundgehalt von derzeit 16.084 Euro rechnerisch 285,66 Euro Monatspension. Wenn er 40 Jahre im Beamtenjob absolviert hat, gibt es also 11.426 Euro. Ein Rentner mit gleichem Gehalt käme aber nur auf eine Höchstrente von knapp 3600 Euro. Dafür hätte er aber 45 Jahre immer über der Beitragsbemessungsgrenze verdienen müssen.


Quelle:


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© infos-sachsen / letzte Änderung: - 09.08.2025 - 18:17