Namenstag
Anna, Christiane, Gloria Joachim,
Kalenderblatt
26. Juli: - Die heilige Anna, Mutter der Jungfrau Maria, ist die Schutzheilige der Ehefrauen und der Bergleute.
2016 - Sonnenflugzeug "Solar Impulse2" vollendet in Abu Dhabi die erste Weltumrundung / Dauer 500 Tage.
2010 - Wikileaks macht 91.000 geheime Militärakten im Internet zugänglich und deckt Vorgänge im Afghanistan-Einsatz auf.
2006 - In Rom beginnt die Libanon-Konferenz zur Beilegung des Libanonkriegs. Es fehlen auf ihr die direkten Konfliktparteien Israel, Hisbollah und Hamas sowie das benachbarte Syrien.
1994 - Abkommen über den Abzug russischer Truppen aus Estland wird unterzeichnet.
1955 - In Ost-Berlin verkündet der sowjetische Parteichef Nikita Chruschtschow die Zwei-Staaten-Theorie. Danach seien auf dem Gebiet des Deutschen Reiches nach dem Zweiten Weltkrieg zwei souveräne Staaten entstanden. Die Deutschlandpolitik der Sowjetunion ändert sich unter diesem Aspekt.
1953 - Der - fehlgeschlagene - Überfall auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba einer Guerillatruppe unter der Führung des Rechtsanwalts Fidel Castros gilt als Beginn der Kubanischen Revolution. Nach Gefängnishaft und Exil kehrt Castro 1956 mit einer Guerillatruppe - darunter Ché Guevara - zurück, am 1. Jan. 1959 erobern sie Havanna. Der 26. Juli ist Nationalfeiertag in Kuba.
1950 - Beim Massaker von Nogeun-ri im Koreakrieg sterben hunderte koreanische Flüchtlinge, die vom US-amerikanischen Militär beschossen werden.
1947 - Auf Initiative von US-Präsident Harry S. Truman wird der Geheimdienst »Central Intelligence Agency« (CIA) gegründet.
1945 - In der Potsdamer Erklärung formulieren US-Präsident Harry S. Truman, Premierminister Winston Churchill und der telegraphisch zustimmende Präsident Chiang Kai-shek zehn Tage nach dem erfolgreichen Atombombentest der USA Bedingungen für die Kapitulation Japans. Tokio weist die über Rundfunk und über Japan abgeworfene Flugblätter verbreitete Deklaration umgehend zurück.
1936 - Die Achsenmächte entscheiden, zu Gunsten der Nationalisten unter General Francisco Franco in den Spanischen Bürgerkrieg einzugreifen.
1887 - Der polnische Augenarzt Ludwik Zamenhof stellt unter dem Pseudonym »Dr. Esperanto« (Der Hoffende) das erste
(stark gekürzt - ganzer Artikel hier.)
Helmut W. Ganser
Brigadegeneral a. D.
14. Januar 2024, 15:29 Uhr
© Ignacio Marin/Anadolu/Getty Images
Die Erzählung, dass die Ukraine für das existenzielle westliche Sicherheitsinteresse kämpft, reflektiert jedoch einen Mythos, der diskussionsbedürftig ist. Denn das Narrativ impliziert, dass Deutschland und die anderen Unterstützerstaaten einen Stellvertreterkrieg führen, um die russische Armee nachhaltig zu schwächen, ohne sich selbst der Gefahr auszusetzen, dass ihre Soldaten in Kämpfe verwickelt werden und sterben.
Zehntausende ukrainische Soldaten, viele Familienväter, haben in den Kämpfen bereits ihr Leben verloren, sind verbrannt, zerschmettert worden, verblutet. Sie sind nicht für westliche Sicherheitsinteressen in den Kampf gegangen, sondern für das Überleben ihres eigenen Landes, ihrer Heimat. Hier zeigt sich die ethische Krux der "Sie kämpfen für uns"-Rhetorik.
Das Argument, dass Russland in wenigen Jahren sogar die baltischen Nato-Staaten angreifen wird, wenn die Ukraine den Krieg nicht "gewinnt", ist weit hergeholt. Wie immer man öffentliche Aussagen von Wladimir Putin interpretieren will, seine realen Intentionen bleiben im Dunkeln und sind vermutlich auch wandelbar.
Allein für diese Zielsetzung und die dazu erforderlichen Verteidigungsoperationen braucht die Ukraine weitere umfangreiche Waffen- und Munitionslieferungen aus dem Westen und eine neue Mobilisierungswelle. Mehrere Hunderttausend in die Europäische Union geflüchtete ukrainische Männer, die sich der Wehrpflicht entzogen haben, erschweren die personelle Auffüllung der Verbände.
Alle darüber hinausgehenden Vorstellungen und Forderungen eines ukrainischen Siegfriedens mit einem aus der Pokersprache entlehnten "all in" westlichen Militärmaterials sind militärisch und politisch-strategisch unrealistisch und im Blick auf damit verbundene erhebliche weitere Opferzahlen und materielle Verluste verantwortungslos. Der personelle und materielle Kräftebedarf für eine neue große Offensive mit dem Ziel der Wiederherstellung der Grenzen von 1991 übersteigt ganz und gar die militärischen Möglichkeiten der ukrainischen Streitkräfte, wie die Möglichkeiten der Nato-Staaten im Hinblick auf den erforderlichen Umfang von Waffenlieferungen zu diesem Zweck.
Unter den europäischen Bündnispartnern ragen in absoluten Zahlen nur noch Deutschland und deutlich dahinter Großbritannien als größere Geber von Finanzmitteln und militärischer Ausrüstung heraus. Andere wichtige Nato-Staaten wie Frankreich, Italien, Spanien und Polen haben sich bei der bilateralen Hilfe für die Ukraine längst weit zurückfallen lassen.
Vermutlich wird der Status der Ukraine innerhalb der europäischen Sicherheitsarchitektur (Neutralität versus Nato-Mitgliedschaft) bei späteren Friedensverhandlungen eine zentrale Rolle spielen, wie schon bei dem Istanbuler (ad referendum) Verhandlungsergebnis im März 2022. Damit wird deutlich, dass die Art und Weise der Beendigung dieses furchtbaren Kriegs im Zusammenhang mit dem Modus Vivendi der künftigen Koexistenz zwischen der Nato und Russland gestaltet werden muss. Es liegt im vitalen und existenziellen deutschen und europäischen Sicherheitsinteresse, dass der mit dem russischen Angriff auf die Ukraine ausgebrochene tiefe Kalte Krieg nicht in einen heißen Konflikt umschlägt.
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