Neue Gehaltsliste: ARD-Chefs verdienen bis zu 400.000 Euro

Jan Schumann

02.11.2026 - 20:44 Uhr

Berlin - Der Intendant des Südwestrundfunks (SWR), Kai Gniffke (65), war mit über 400.000 Euro im vergangenen Jahr der Top-Verdiener unter dem Spitzenpersonal der ARD. Zu seiner Grundvergütung von 392.530 Euro kamen 8059 Euro Sachbezüge (z.B. für Dienstwagen oder Bahncard) hinzu. Das entspricht rechnerisch rund 33.400 Euro im Monat. Insgesamt kassierte die zwölfköpfige Chefetage über drei Millionen Euro. Das geht aus einer neuen Gehaltsliste hervor, die der Senderverbund am Montag veröffentlicht hat.

SWR-Intendant Kai Gniffke (65) war mit über 400.000 Euro im vergangenen Jahr der Top-Verdiener unter dem Spitzenpersonal der ARD
Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Auf Platz 2 folgt WDR-Intendantin Katrin Vernau (53). Sie erhält 348.000 Euro Gehalt und Sachbezüge von 11.500 Euro. Gesamtvergütung: 359.500 Euro. BR-Intendantin Katja Wildermuth (61) kommt einschließlich Sachbezügen auf 348.074 Euro, MDR-Chef Ralf Ludwig (58) auf 294.015 Euro. Radio-Bremen-Intendantin Yvette Gerner (59) erhält insgesamt 294.001 Euro. HR-Chef Florian Hager (50) kommt auf 267.171 Euro, SR-Intendant Martin Grasmück (56) auf 246.801 Euro und RBB-Chefin Ulrike Demmer (53) auf 233.925 Euro.

Auf Platz zwei der Gehaltsliste: WDR-Intendantin Katrin Vernau (53) mit einer Gesamtvergütung von 359.500 Euro
Foto: Oliver Berg/dpa

Beim NDR gab es 2025 einen Wechsel. Joachim Knuth (67), der bis Ende August Intendant war, erhielt insgesamt 258.836 Euro. Sein Nachfolger Hendrik Lünenborg (54) kam nach seinem Amtsantritt im September auf 102.625 Euro. Doch nicht nur die Intendanten verdienen sechsstellige Beträge. ARD-Programmdirektorin Christine Strobl (55) erhielt 2025 laut ARD 284.827 Euro Jahresbezüge, dazu 5520 Euro Aufwandsentschädigung und 14.183 Euro Sachbezüge - macht in Summe 304.530 Euro.

Wer legt die Gehälter fest?

Die Intendanten bestimmen ihre Bezahlung nicht selbst. Mitglieder der Geschäftsleitungen sowie überwiegend auch Hauptabteilungsleiter werden außertariflich bezahlt. Über die Vergütung entscheiden die Aufsichtsgremien der jeweiligen Rundfunkanstalt, in der Regel der für die Finanzkontrolle zuständige Verwaltungsrat. Anders sieht es bei den tariflich beschäftigten Mitarbeitern aus. Ihre Gehälter ergeben sich aus Tarifverträgen zwischen Rundfunkanstalten und Gewerkschaften. Entscheidend für die Eingruppierung sind unter anderem Tätigkeit, Verantwortung, Komplexität der Aufgaben und Berufserfahrung.

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Auch die Deutsche Welle wird in der Übersicht aufgeführt. Peter Limbourg (66), der Ende September 2025 als Intendant ausschied, erhielt bis dahin einschließlich Sachbezügen 223.748 Euro. Seine Nachfolgerin Barbara Massing (55), die im Oktober übernahm, kam für die verbleibenden drei Monate auf 64.811 Euro.


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