Migration Flüchtlingskrise: Berlin gab 2025 über 2,2 Milliarden Euro für Unterbringung und Verpflegung aus

Andreas Kopietz

25.02.2026, 21:02 Uhr

Die Hauptstadt ist von Haushaltsloch und Sparzwängen geplagt. Trotz Rückgang der Migrantenzahlen bleiben die Kosten hoch.

Am ehemaligen Flughafen Tegel stehen geflüchtete Menschen vor einer Leichtbauhalle.
Christophe Gateau

Die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen hat das Land Berlin im vergangenen Jahr mehr als 2,23 Milliarden Euro gekostet. Diese Summe nennt Sozialstaatssekretär Azis Bozkurt (SPD) in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Berliner AfD, die der Berliner Zeitung vorliegt.

In dieser Summe, die der Senat und die zwölf Stadtbezirke zu tragen haben, sind den Angaben zufolge 639 Millionen Euro enthalten, die Flüchtlinge nach dem Asylbewerberleistungsgesetz inklusive der Gesundheitsversorgung erhalten.

Allein für die Unterbringung der eingewanderten Menschen, inklusive der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, gab Berlin im vergangenen Jahr mehr als eine Milliarde Euro aus - die vor allem an private Betreiber von Unterkünften wie Hotels, Hostels oder Wohnhäusern floss.

Kosten auch für Schule und Kita

Laut Sozialverwaltung setzen sich die 2,23 Milliarden Euro aus weiteren Kosten zusammen: etwa Willkommensklassen und Beschulung (104 Millionen Euro), Kindergärten (50 Millionen Euro) und Posten wie "sonstige Integration" (72 Millionen Euro).

Demgegenüber stehen Beträge, die der Bund den Ländern nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erstattet. Im Zusammenhang mit den gesunkenen Asylerstantragszahlen werde für 2025 nur noch mit einem Betrag von bundesweit einer Milliarde Euro gerechnet, heißt es aus der Verwaltung. Demnach bekommt Berlin vom Bund rund 44 Millionen Euro erstattet. Auch an den Kosten für die Unterkunft beteiligt sich der Bund, Berlin bekommt 112 Millionen Euro erstattet.

Bleiben trotzdem noch mehr als zwei Milliarden, die den Berliner Landeshaushalt belasten. "Das ist ein gigantischer Kostenfaktor, der zwingend reduziert werden muss", sagt AfD-Landes- und Fraktionschefin Kristin Brinker. "Gerade weil Berlin vor der Haushaltsnotlage steht und viele andere Dinge nicht finanziert werden können."


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