04.04.2026 - 14:19 Uhr
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In der Pressemeldung der Leipziger Polizei wird die Tat, die sich am 1. April um etwa 19 Uhr in einem Bus der Linie 90 ereignete, zurückhaltend beschrieben. Die Gruppe habe lautstark gestört, woraufhin der Fahrer gestoppt und die Gruppe zur Rede gestellt habe. "Dabei kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit dem 13-Jährigen, bei der der Busfahrer verletzt wurde. Aufgrund der Verletzungen musste er in ein Krankenhaus gebracht und stationär behandelt werden", heißt es nüchtern.
Jetzt kommt raus: Was sich tatsächlich kurz hinter der Haltestelle Sophienstraße abspielte, war deutlich dramatischer! Wie BILD aus Polizeikreisen erfuhr, kassierte der Busfahrer mindestens drei Kopfstöße von dem 13-Jährigen, der im Irak geboren wurde und als Intensivtäter hinlänglich bekannt ist. Der 62-Jährige sackte blutend zusammen. Im Krankenhaus wird später ein Schlaganfall diagnostiziert, der Busfahrer wird notoperiert, liegt im Koma. Ob die Kopfstöße diesen direkt auslösten oder nur begünstigten, werden Gutachter klären müssen. Fakt ist jedoch, dass der Busfahrer vor dem Gewaltexzess keine derartigen Symptome zeigte.
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Der 13-Jährige, der nach seiner Tat geflüchtet war, konnte laut Polizei "schnell identifiziert" werden. Zu fürchten hat der Junge, der derzeit nach BILD-Informationen auch nicht die Schule besucht, nur wenig: Vor seinem 14. Geburtstag kann in Deutschland ein Kind nicht strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Stattdessen liegt es im Aufgabenbereich der Jugendämter, geeignete Erziehungsmaßnahmen durchzusetzen.
Die Hürden für eine etwaige Heimunterbringung sind jedoch sehr hoch. Zudem sind Unterbringungsplätze rar. Silko Kamphausen (37), der Leiter des Leipziger Jugendamtes, hatte schon kürzlich mit einer Kinderbande zu tun. Dank seiner "Sofortmaßnahmen aus Intervention und Repression" sind die Köpfe der Kinder-Gruppe, die Leipzig mit über 150 Straftaten terrorisierte, inzwischen unter Betreuung.
Die Polizei bittet Zeugen, die das Geschehen im Bus beobachtet haben, um Mithilfe. Wenn Sie etwas gesehen haben, melden Sie sich unter 0341/966 4 6666 bei der Kripo.