18.07.2026 - 19:00 Uhr
Foto: Reinhard Roskaritz; privat
Trier (Rheinland-Pfalz) - Es ist eine Tat, die weit über Trier hinaus erschüttert: Student Marius Dick (22) ist gerade auf dem Rückweg vom Einkaufen, als ihm plötzlich ein gleichaltriger Afghane den Weg versperrt. Sajad M. zieht ein Messer, geht mehrfach auf Marius los! Einer der Stiche trifft ihn nach BILD-Informationen direkt ins Herz. Wenig später stirbt Marius im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen.
Die Polizei bezeichnet Marius als "Zufallsopfer". Er und M. sollen sich nicht gekannt haben. M. wurde mittlerweile in einer Psychiatrie untergebracht, es wird wegen Totschlags ermittelt. Zurück bleibt Marius' Familie, für die seit der Tat vom 15. Juli eine Welt zusammengebrochen ist. In BILD sprechen die Eltern nun über den Verlust ihres Sohnes und appellieren an die Politik: "Es muss sich in Deutschland etwas ändern. Wir fühlen uns nicht mehr sicher."
Foto: Reinhard Roskaritz
Marius' Eltern leben zusammen mit seinem Bruder Johannes (17) in einem Einfamilienhaus in Landstuhl bei Kaiserslautern. Mutter Elke Dick (56) ist seit Jahren CDU-Politikerin und sagt: "Mein Sohn war ein total offener und extrovertierter Mensch. Er hätte niemals jemandem etwas zuleide tun können. Doch nun haben wir ihn auf diese schreckliche Weise verloren."
Sie erzählt, dass Marius Geschichte studierte. Kurz vor dem blutigen Messerangriff habe er eine letzte Klausur geschrieben, der Bachelorabschluss an der Uni Trier (Rheinland-Pfalz) sei zum Greifen nahe gewesen. "Er wollte danach noch seinen Master in Potsdam in Militärgeschichte machen", so Elke Dick.
Auch für Marius' Vater ist der Schmerz kaum aushaltbar. Und er hat das Gefühl, dass sich die Gesetze in Deutschland ändern müssen. "Der Fall meines Sohnes muss jetzt Deutschland aufrütteln", so Thomas Dick (59), der sich ebenfalls in der CDU engagiert, zu BILD. "Ich appelliere an die Politik, an unsere Landes- und Bundesregierung, unsere Bürger vor solchen Attentaten zu schützen. Ich möchte Gerechtigkeit für meinen Sohn." Dann ringt er mit den Worten: "Wir haben das Liebste durch dieses unsägliche Verbrechen verloren. Unser Sohn wurde am helllichten Tage auf offener Straße ermordet."
Foto: Laszlo Pinter
Auch die Universität Trier reagierte mit großer Betroffenheit: Bei einer Schweigeminute und mit Blumen sowie Kerzen gedachten zahlreiche Menschen Marius. Der Fall löste weit über Trier hinaus Trauer und Fassungslosigkeit aus.
Auch das Sickingen-Gymnasium in Landstuhl nimmt Abschied von Marius. Er besuchte die Schule ab 2014, machte dort 2022 sein Abitur. Lehrer und Schüler sind erschüttert über den gewaltsamen Tod von Marius. "Dass ein junger Mensch am Beginn seines Erwachsenenlebens auf so sinnlose Weise aus dem Leben gerissen wurde, lässt sich kaum in Worte fassen und berührt uns als Schulgemeinschaft zutiefst", sagen sie. Die Gedanken der Schulgemeinschaft sind bei Familie, Freunden und Angehörigen.