04.02.2026 - 09:45 Uhr
Offiziell trägt der Verband den Namen Panzerbrigade 45 "Litauen". In Dienst gestellt wurde er im April 2025, bis Ende 2027 soll die Brigade voll einsatzbereit sein. Dann soll sie dauerhaft die Rolle übernehmen, die bislang wechselnde Nato Truppen in Litauen machen. Schon seit 2017 ist die Nato in Litauen präsent: Mit der Multinational Battlegroup Lithuania stehen dort mehr als 1000 Soldaten aus mehreren Bündnisstaaten. Die Führung hat auch aktuell schon die Bundeswehr.
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Bis 2027 sollen 5000 deutsche Soldaten nach Litauen verlegt werden.
Die neue Brigade setzt sich aus schlagkräftigen Einheiten zusammen: dem Panzergrenadierbataillon 122 aus Bayern, dem Panzerbataillon 203 aus Nordrhein-Westfalen sowie der bisherigen Multinational Battlegroup Lithuania. Hinzu kommen Führungs-, Sanitäts- und Logistikkräfte, die die Truppe unabhängig und durchhaltefähig machen sollen.
Der Auftrag ist eindeutig: Bündnisverteidigung. Die Brigade ist nicht für Stabilisierungseinsätze gedacht, sondern für den Ernstfall. Sie soll einen möglichen Angriff auf Litauen oder andere baltische Staaten sofort abwehren können - mit schweren Panzern, Panzergrenadieren und multinationalen Nato-Soldaten. Außerdem soll sie als militärischer Stolperdraht wirken: Jeder Angriff auf Litauen würde auch sofort Nato-Soldaten treffen und damit abschrecken, weil der Angreifer sofort das ganze Bündnis gegen sich hätte.