Hauptschule in NRWLehrerin berichtet von Gewalt und Prostitution auf dem Klo
FOCUS-online-Redaktion
Freitag, 07.08.2026, 06:44
Eine Lehrerin aus dem Rheinland spricht gegenüber der "Bild" von ihrem täglichen Kampf an einer Hauptschule. Dabei kritisiert sie auch das Schulamt, da die Lehrer alleine gelassen werden.
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"Das fliegt uns alles um die Ohren", sagt die Lehrerin gegenüber der "Bild". Darüber berichtet die Lehrkraft:
Bedrohungen und Gewalt gegen Lehrer: "Vor drei Wochen geriet ich in eine Schlägerei zwischen Schülern und hatte danach eine aufgeplatzte Lippe, weil mich ein Schüler während der Rangelei ins Gesicht geschlagen hatte." Sie berichtet zudem, dass Kollegen nach dem Unterricht sogar abgepasst werden.
Drogenhandel und Prostitution: "Ein schlimmer Fall war, dass eine 15-jährige Schülerin sich für Drogen und Geld auf der Schultoilette prostituiert hatte. Sie ist schwanger geworden und hat die Schule verlassen."
Schlägereien auf dem Pausenhof: "Wir sind froh, wenn wir einige Minuten am Stück unterrichten können. Manchmal muss die Polizei mehrmals in der Woche anrücken."
"Vom Schulamt lässt sich keiner blicken"
75 Prozent der Schüler an der Hauptschule haben einen Migrationshintergrund, sie stammen zumeist aus Syrien, Afghanistan, Irak und der Ukraine. Dies sorgt auch oft für Probleme an der Schule: "Der syrische Vater eines Schülers wollte nicht, dass sein Sohn von einer Frau unterrichtet wird. Es ist für uns sehr schwer, an diese Eltern heranzukommen." In diesem Schuljahr hätten nach Aussage der Lehrerin etwa 40 Prozent den Hauptschulabschluss nicht geschafft.
Die Lehrerin kritisiert gegenüber "Bild": "Vom Schulamt lässt sich keiner blicken. Die lassen uns alleine."