Von: Hans-Jörg Vehlewald
05.06.2024 - 15:43 Uhr
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Die Staatswissenschaftsstudentin Franca Bauernfeind (25, Uni Erfurt) warnt in ihrem Buch "Black Box Uni": "An deutschen Hochschulen herrschen Meinungszensur, Mobbing und Ausgrenzung gegen unbequeme, angeblich rechte Tendenzen."
Linker Aktivismus schränke "die Freiheit der Lehre und Forschung immer weiter ein. Die neuen Methoden sind Cancelling, Political Correctness und Mobbing" gegen Studenten, die in Sachen Klima, Migration oder "Diversity" aus dem verordneten Mainstream fallen.
Bauernfeind (2021/22 Vorsitzende des CDU-Studentenbunds RCDS) nennt konkrete Beispiele aus ihrer Studentenzeit, die belegen sollen, wie das umstrittene Gendern zur Pflicht wurde:
"Eine Professorin an der Universität Leipzig unterstreicht die angeordneten Möglichkeiten des Genderleitfadens in ihren Hinweisen zum wissenschaftlichen Arbeiten noch einmal deutlich: 'Verfassen Sie Ihre Arbeit in Inklusiver Sprache. Es sollten unterschiedliche Autor*innen, Leser*innen usw. darin vorkommen, nicht nur weiße Männer.' Ihre Warnung: "Achtung: Frauen und non-binäre Personen mitzumeinen' ist nicht inklusiv!"
Bauernfeind hat Fälle gesammelt, in denen Professoren und Dozenten gender-faule Studenten maßregelten oder schlicht durchfallen ließen:
Eine Studentin aus Dresden sagte mir: "Wer nicht gendert, bekommt hart Punkte abgezogen. Dabei hast du keine Auswahl und bist dir selbst u?berlassen. Das fu?hrt bei Wörtern wie 'Lehrertisch' zur grammatikalischen und seelischen Verzweiflung. Beim Praktikumsbericht im ersten Semester bestehst du locker, außer du genderst nicht."
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GOTT*in, statt GOTT: "An der Fakultät für Katholische Theologie (Lehrstuhl Dogmatik, Dogmen, Geschichte und Ökumenische Theologie) stellte ein Hinweisblatt klar: 'Im Grundkurs DDgÖk wird zusätzlich auf geschlechterneutrale Sprache in den schriftlichen Arbeiten Wert gelegt und fließt daher in die Korrektur mit ein.'
Bauernfeind kritisiert Professoren und Dozenten: "Sie nutzen ihre Stellung aus, um identitätspolitische Absichten durchzusetzen. Das ist purer Aktivismus, den linke Studenten ebenfalls unterstützen. Und so halten sie ihre Füße still. Denn hier verhilft ihnen die 'Obrigkeit' zum Sieg. Schön, wie linke Doppelmoral hier offensichtlich wird!"
Bauernfeind berichtet vom Studentenausschuss (AStA) an der Uni Hannover:
"Dort werden aus Studentenbeiträgen fast eine halbe Million Euro/Jahr für knapp 60 politisch genehme ehrenamtliche Sachbearbeiter ausgezahlt - das sind 8300 Euro pro Kopf. Allein der Referent für 'Queer-Politik' hat am Ende des Jahres 3250 Euro auf seinem Konto. Die beiden Sachbearbeiter für 'Antidiskriminierung' bekommen für das Haushaltsjahr 2023/24 sogar Gehaltserhöhung; von 5900 auf 6500 Euro."
Auch in Erfurt nehme man es mit der Finanzierung nicht so genau, sagt Bauernfeind: Die linke Gruppe "Kritische Kommunikationswissenschaften" bekomme jährlich einen vierstelligen Betrag genehmigt - ohne einen einzigen Nachweis über Honorare vorlegen zu müssen. Alle Ausgaben stammen dabei von Studenten zu entrichtenden Semesterbeiträgen!
Bauernfeind berichtet, wie sie selbst wegen ihrer RCDS-Kandidatur zum Studentenparlament zum Ziel linker Anfeindungen wurde: "Ich wurde wegen meiner Haltung zur Klima- und Migrationspolitik wahlweise als Rassistin oder Klimaleugnerin diffamiert. Sogar als Nazi-Schlampe beschimpft und von Jungsozialisten ausgegrenzt - angeblich aus Sorge über einen 'konservativen Umbruch' im Studenten-Parlament."