Dresdens Polizeichef mit Dobrindt auf Streife: "Wir haben 80 Prozent nicht-deutsche Drogen-Straftäter"

Thomas Fischer

23.10.2025 - 19:30 Uhr

Dresden - Drogen, Raub und gefährliche Körperverletzungen prägen das Stadtbild am Wiener Platz - dem gefährlichsten Messer-Tatort Dresdens.

Sachsens Innenminister Armin Schuster (64, CDU) und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (55, CSU) lassen sich von Dresdens Polizeipräsident Lutz Rodig (62, v.l.) die Probleme an Dresdens Bahnhofs-Vorplatz erläutern.
Foto: Dirk Sukow

"Wir haben bei der Drogenkriminalität 80 Prozent nicht-deutsche Straftäter - in der Regel Asylbewerber und solche mit Abschiebehindernis", erklärt Polizeipräsident Lutz Rodig (62) gegenüber Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (55, CSU) schonungslos die Situation am Kriminalitäts-Brennpunkt. Nun fordert der Polizeichef den Einsatz von KI gegen Kriminelle.

Dabei gilt Dresden als Musterbeispiel, kämpft mit allen Mitteln gegen die Gewalt am Hauptbahnhofsvorplatz, sogar eine kostspielige Citywache wurde am Hotspot errichtet. Polizei und Ordnungsamt laufen Dauerstreife, die Bereitschaftspolizei schlägt mit Razzien zu. Doch die Kriminalität kommt immer wieder, meist am späten Abend. In den meisten Fällen gibt es Streit um Drogen.

Immer wieder Messer-Taten von Asylbewerbern

So gab es im August eine blutige Messerstecherei. Der Tunesier Muhamed K. (24, U-Haft) und der Syrer Youssef O. (16) blieben nach einem Kampf am Tatort zurück. Zwei Tatwaffen wurden durch Ermittler gefunden, beide Männer wurden verletzt.

Ein Stichopfer liegt Ende August blutüberströmt am Boden des Wiener Platzes. Ersthelfer halten die blutende Wunde zu
Foto: xcitepress/Finn Becker

Polizisten nehmen einen Tunesier (20) am Kriminalitäts-Hotspot Wiener Platz fest, er soll im Juni 2025 einen Syrer niedergestochen haben
Foto: xcitepress/Finn Becker

Kürzlich wurden in Bahnhofsnähe zwei Syrer (15) festgenommen, die einen Tschechen (19) unter Vorhalt eines Messers vergewaltigt haben sollen. Beide kamen in U-Haft.

Polizeichef hofft auf KI gegen Kriminelle

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (55, CSU) schaute sich den Kriminalitäts-Hotspot an
Foto: Dirk Sukow

Nur durch die hohe Polizeipräsenz ist vermutlich am Hotspot nicht noch mehr passiert. Polizeichef Rodig fordert nun Videoüberwachung: "Und zwar, wenn es geht, mit KI."

Das will Sachsens Innenminister Armin Schuster (64, CDU) ebenfalls und dafür das sächsische Polizeigesetz zügig ändern. Doch die Minderheitsregierung der Sachsen-CDU mit der SPD hat keine Mehrheit. Insider berichten BILD, dass selbst die SPD Bedenken äußert. Zudem benötigt man Grüne und Linke. Dort herrscht noch mehr Widerstand.

Der Bundesinnenminister lobte das gemeinsame Vorgehen von Stadt Dresden, Land Sachsen und Bund - denn auch die Bundespolizei muss immer wieder eingreifen, wenn es die sächsische Polizei nicht allein schafft. Doch irgendwann sind auch die Ermittler am Ende.

In Frankfurt/Main hilft die KI bereits, das Bahnhofsviertel zu überwachen
Foto: Sven Moschitz

Dobrindt will Straftäter auch nach Syrien abschieben

Als Rodig von den Tätern spricht, macht Dobrindt deutlich: "Deswegen sorge ich dafür, dass wir Abschiebungen verstärken." Der Bundesinnenminister will neben Afghanistan auch bald nach Syrien abschieben. Der CSU-Politiker: "Wir haben aktuell um 50 Prozent weniger illegale Migration nach Deutschland, als das im letzten Jahr der Fall war."

Dresden: So dreist klauen die Diebe vom Wiener Platz

Quelle: Privat 16.07.2015


Quelle: