15.03.2025 - 13:20 Uhr
Foto: HCPlambeck
100 von 500 Infrastruktur-Milliarden sollen direkt in den Klima-Topf KTF - ein schwindelerregend teures Klima-Zugeständnis!
Doch es kommt noch ein potenziell folgenschwereres obendrauf. Die Grünen könnten Merz die Kanzlerschaft schon vermiest haben, bevor sie überhaupt losgeht! Mit einem brisanten Reizwort:
Am kommenden Dienstag, seinem letzten Sitzungstag, soll der alte Bundestag mit seinen 333 ausscheidenden Abgeordneten die Schuldenbremse faktisch begraben.
Die Grünen haben Merz nun abgerungen, dass das Parlament auch beschließt: Mit dem Sondervermögen muss Deutschland qua Verfassung darauf hinarbeiten, bald nur noch so viele Treibhausgase auszustoßen, wie es durch Bäume oder Emissionshandel ausgleichen kann.
Im Sondierungspapier haben Union und SPD das Ziel der Klimaneutralität für 2045 bestätigt. Das sind mindestens fünf Jahre früher, als die EU ihr Netto-Null-Ziel erreichen will. Karlsruhe hatte mit einem Klima-Beschluss 2021 bereits bewiesen, dass es die Politik dazu verdonnern kann, selbst gesteckte Klimaziele auch einzuhalten. Wenn Klimaneutralität sogar im Grundgesetz verankert ist, wird es leichter, Klimaschutzmaßnahmen vor dem Bundesverfassungsgericht einzuklagen.
Union und SPD begründeten die Mega-Kredite bislang damit, mit dem frischen Geld Deutschlands Wirtschaft wieder fit zu machen, Energie billiger zu machen und die Abwanderung von Arbeitsplätzen (Stichwort Deindustrialisierung) zu stoppen.
Das gilt seit dem Deal mit den Grünen gestern nicht mehr uneingeschränkt. Nach dem neuen Grundgesetz soll Schwarz-Rot die Infrastruktur-Schulden ausdrücklich auch aufnehmen, um das Klimaziel zu erreichen.
Fahrradwege vor Autobahnen - das schreibt unsere Verfassung implizit vor, werden dann Aktivisten vor Gericht argumentieren. Und geändert werden kann sie dann nur noch mit Zustimmung von Linken oder AfD...
Für CDU-Chef Friedrich Merz (69) ist die Einigung mit den Grünen ein wichtiger Schritt Richtung Kanzlerschaft, da er die Grünen für die Zweidrittelmehrheit braucht, um das Grundgesetz zu ändern, die Schulden aufzunehmen und sich mit der SPD auf eine Regierung zu einigen.
Entsprechend kursierte am Freitag bereits ein Papier, das bei Bundestagsabgeordneten für den geplanten Klima-Passus warb. "Erstmals findet der Begriff der Klimaneutralität nun ausdrücklich Eingang in das Grundgesetz", wurde darin unter "Verbesserungen" (der Schulden-Pläne) gelobt. "Das Sondervermögen ist präzisiert als Sondervermögen für Infrastruktur und Investitionen zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2045."
Foto: Bündnis90/Dier Grünen
Merz erklärte am Freitag: Alle Investitionen, die "zur Erreichung der Klimaneutralität getätigt werden, sind von der Schuldenbremse nicht betroffen. Und können mit 500 Milliarden über einen Zeitraum von 12 Jahren finanziert werden".
Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge (40) triumphierte: "Im Grundgesetz wird verankert, dass die Investitionen dem Ziel Klimaneutralität 2045 verpflichtet werden. Für uns in der Sache war das sehr wichtig".
Grünen-Fraktionschefin zum Schulden-Pakt: "Das Geld wird in die richtige Richtung gelenkt!"