17.09.2025 - 08:19 Uhr
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Rehbein: "Viele Menschen aus Bulgarien, Rumänien, Ungarn finden im Rahmen der Arbeitnehmer-Freizügigkeit nach Hagen. Sie weisen einen Job nach, und wenige Hundert Euro Verdienst im Monat reichen aus, um als Arbeitnehmer zu gelten. Dann haben sie den vollen Zugang zum Sozialsystem und stocken mit Bürgergeld, Kindergeld, Wohngeld auf."
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Lanz: "Da gibt es mafiöse Strukturen, da wird der Sozialstaat systematisch geplündert."
Rehbein: "Menschen werden hierhin geholt, in sogenannte Schrottimmobilien verbracht und kriegen einen Job. Es gibt einen Fall, da haben 20 Leute aus Hagen bei einem Friseur in Berlin gearbeitet. Für 200 Euro im Monat, jeweils. Damit haben sie Zugang zum Sozialsystem und komplett die Leistungen aufgestockt."
"Die Menschen sind selber arm dran. In diesen Häusern will ja keiner wohnen. Ihnen werden Teile des Geldes wieder weggenommen", sagt Rehbein, der in Hagen gegen einen AfD-Kandidaten in die Stichwahl um den Posten als Oberbürgermeister geht.
Und weiter: "Natürlich fahren die nicht nach Berlin. Sie sitzen in Hagen in ihrer Bude, mit 20 Leuten in einer 60-Quadratmeter-Wohnung, und dann sind sie auf den Straßen unterwegs. Menschen sagen mir, wenn sie nach Hagen in den Hauptbahnhof kommen, fühlen sie sich wie in Klein-Bukarest."
Lanz: "Ich habe gehört, Wohnraum für zehn, und dann hast du da 108 Leute drin."
Rehbein bringt den Behörden-Wahnsinn auf den Punkt:
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Über die Bildungsmisere in seiner Stadt berichtet Rehbein: "In Hagen leben von der Gruppe, die wir als Sinti und Roma bezeichnen, zwischen 7000 und 8000 Menschen. Wir haben Klassen mit 30 Schülern, wo die Hälfte kein Deutsch spricht. Die Kinder gehen zwei-, dreimal hin, und dann nicht mehr. Die Behörden holen das Kind ab, es wird wieder in die Schule gebracht, am nächsten Tag kommt es wieder nicht."
Häufiger Grund, so sagt der CDU-Mann: "Die älteren Kinder passen auf die jüngeren auf. Die älteste Tochter auf die Jüngsten, die noch nicht zur Schule gehen." Aber: "Es gibt auch Fälle, wo die Menschen einfach Angst haben, weil in den Regionen, aus denen sie kommen, Kinder verschwinden."
Sein schockierendstes Beispiel: "Es gibt einen Fall, den ich selber erlebt habe. Da wurde ein junges Mädchen in die Schule gebracht, und der Vater und der älteste Bruder haben sechs Stunden vor der Schule gewartet, bis das Mädchen wieder aus der Schule kam. Man hat sie gefragt, und sie haben gesagt, sie haben Angst, dass das Mädchen nicht mehr nach Hause kommt."
"Zeit"-Vize Martin Machowecz (37):
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf (34): "Das ist genau der Punkt. Ich glaube auch, dass wir uns kategorisch den Arbeitnehmern zuwenden müssen."