06.05.2026 - 18:07 Uhr
Foto: Michael Kappeler/dpa
Bas weiter: "Wir haben einen Fachkräftemangel in diesem Land, der durch viele Unternehmen auch gedeckt wird, indem sie sagen: ,Wir brauchen jeden, der hier im Land ist und arbeiten kann.'" Das Fazit der Ministerin: "Wir entlasten diesen Sozialstaat nur, wenn die Menschen in Arbeit kommen."
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Fakt ist: 2025 lag der Ausländeranteil unter Stütze-Beziehern bei 48 Prozent. Die größte Gruppe der Leistungsempfänger stammt aus der Ukraine, gefolgt von Syrien, Afghanistan und der Türkei. Ausländische Bezieher erhalten den regulären Satz (563 Euro für Alleinstehende) sowie Übernahme von Wohnkosten. Insgesamt erhielten 2025 deutsche Stütze-Bezieher Leistungen in Höhe von 24,9 Milliarden Euro, Ausländer 21,7 Milliarden Euro.
Dabei geben Union und SPD sogar im Koalitionsvertrag zu, dass es eine Einwanderung in die Sozialsysteme gibt. Wörtlich heißt es: "Deutschland schlägt dabei einen anderen, konsequenteren Kurs in der Migrationspolitik ein. Die Anreize, in die Sozialsysteme einzuwandern, müssen deutlich reduziert werden."
Die CDU ist auf der Zinne. "Natürlich gibt es Einwanderung in unsere Sozialsysteme, zumal auch die Zahlen hier eine klare Sprache sprechen", sagt Innenexpertin Caroline Bosbach (36) zu BILD. "Wer das immer noch leugnet, verschärft das Problem." Es gebe nach wie vor "genug Anreize, die abgestellt werden müssen. Genau hier gehen wir ran", so Bosbach. CDU-Innenexperte aus Berlin, Burkard Dregger (61), sagt zu BILD: "Wer die Realität nicht mehr wahrnimmt, kann die Missstände nicht beseitigen. Die Anziehungskraft des deutschen Sozialstaates ist ungebrochen." Laut Unionsfraktionsvize Günter Krings (56, CDU) ist Deutschlands Sozialsystem auch ein Magnet für viele EU-Ausländer. Es gebe "zu viele Menschen, die aus anderen EU-Staaten zu uns kommen und hier nur wenige Stunden pro Woche arbeiten und im übrigen Sozialhilfe beziehen", sagte Krings zu BILD. Auch das müsse die Regierung "dringend lösen".
Deutlich heftiger als der Koalitionspartner geht Kolumnist Hans-Ulrich Jörges die SPD-Ministerin an. Bei WELT (gehört wie BILD zu Axel Springer) nannte er Bas eine "Sozialstaats-Stalinistin."